Uni-München
14. März 2017Landeskunde Ukrainische Landeskunde Gesellschaftlicher Aufbruch in der Ukraine aktuelle Debatten und Analysen aus Kultur Politik Wissenschaft und Öffentlichkeit
Die Ukraine steht seit über einem Jahr im Fokus medialer und internationaler Aufmerksamkeit. Der mit dem Ende der Präsidentschaft von Viktor Janukowytsch Ende Februar 2014 eingeleitete Umbruch stellt das Land, verknüpft mit dem ‚Dilemma der Gleichzeitigkeit‘, vor zahlreiche Herausforderungen, die...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Ukraine steht seit über einem Jahr im Fokus medialer und internationaler Aufmerksamkeit. Der mit dem Ende der Präsidentschaft von Viktor Janukowytsch Ende Februar 2014 eingeleitete Umbruch stellt das Land, verknüpft mit dem ‚Dilemma der Gleichzeitigkeit‘, vor zahlreiche Herausforderungen, die es seitdem zu bewältigen hat. Die Annexion der Krym/Krim durch Russland und der Krieg im Donbass sowie die daran gebundenen Konfliktpotenziale und Probleme beeinflussen die gesellschaftliche Entwicklung der Ukraine maßgeblich. Hinzu kommen vor allem der Kampf gegen die Korruption, die Etablierung politischer und ökonomischer Strukturen, Sozial- oder Gesundheitsreformen sowie die mit dem EU-Assoziierungsabkommen konkret verknüpften Anforderungen an einen Neubeginn. Auch gilt es, unter anderem das Verhältnis zur Russländischen Föderation neu zu definieren.
Ungeachtet aller Schwierigkeiten hat die Ukraine nach der ‚Majdanrevolution‘ wichtige Schritte zur Konsolidierung des Landes unternommen. Diese treten nicht selten hinter die Probleme des Landes zurück, doch sind sie für die Bevölkerung des Landes, gleichsam aus der Perspektive ‚von unten‘, von herausragender Bedeutung. Dazu zählt für viele in erster Linie die Tatsache, dass die Ukraine nach wie vor ein unabhängiger Staat ist, der mit der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU sich klar positioniert hat. In der Berichterstattung über die Ukraine wird Letzteres sowie die in den Bereichen der Gesellschaft laufenden Debatten und konkreten Maßnahmen zur Überwindung der Krise häufig vernachlässigt. Parallel zum Krieg in den Gebieten Luhansk und Donezk haben Umbruch und Aufarbeitung begonnen. Ob und wann unter den geopolitischen Einflüssen ein Ende des Krieges im Donbass absehbar ist, steht noch nicht fest.
Das Seminar geht unter Berücksichtigung vielfältiger Rahmenbedingungen und Interessen auf die ‚vernachlässigten Themen‘ in der Entwicklung der Ukraine vor allem in den letzten fünf Jahren ein. Funktion und Wirkung von Geschichte, Politik, Wissenschaft, Kultur und Öffentlichkeit werden dabei in Schwerpunkten beleuchtet. Die Frage nach der Einheit des Landes weist auch auf den Stellenwert der Regionen hin und der Frage ihrer Rolle nach dem Umbruch 2014.
Internetrecherchen sind eine bedeutende Basis der Arbeit im Seminar. Themenauswahl und -schwerpunkte werden nach Absprache mit den Seminarteilnehmern zu Seminarbeginn festgelegt.
Ukrainisch- oder Russischkenntnisse von Vorteil, jedoch nicht erforderlich.
• Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. 4. Auflage. München: Beck-Verlag 2014.
• -Schichtwechsel.- Sonderheft der Zeitschrift -Osteuropa-, 2-4/2010.
• -Zerreißprobe. Die Ukraine: Konflikt, Krise, Krieg.- Sonderheft der Zeitschrift -Osteuropa-, 5-6/2014. -Gefährliche Unschärfe. Russland, die Ukraine und der Krieg im Donbass.- Sonderheft der Zeitschrift -Osteuropa-, 9-10/2014.
• -Ukraine-Analysen-, http://www.laender-analysen.de/ukraine.
• Oksana Sabuschko: Planet Wermut. Essays. Aus dem Ukrainischen von Alexander Kratochvil. Wien: Droschl 2012.
• Andreas Wittkowsky: Fünf Jahre ohne Plan: Die Ukraine 1991-96: Nationalstaatsbildung, Wirtschaft und Eliten. Münster-Berlin, 2. Auflage 2009 (Osteuropa. Geschichte, Wirtschaft, Politik, Band 18).
Leistungsnachweis
BA Slavistik:
Sie erhalten 6 ECTS Punkte, wenn Sie eine Hausarbeit (ca. 25000 Zeichen) schreiben.
mit Benotung
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
BA Slavistik:
Sie erhalten 6 ECTS Punkte, wenn Sie eine Hausarbeit (ca. 25000 Zeichen) schreiben.
mit Benotung
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
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Italienische und Slavische Philologie
Department II Griechische und Lateinische Romanische Italienische und Slavische Philologie Sprachen und Kommunikation