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Uni-München
14. März 2017

Lektürekurs Einführung in die Autorenlektüre II Pindar

Gruppe 01 (Peri): Die Geschichte der griechischen Elegie beginnt für uns mit einer Ermahnung zum Krieg: -Wie lange wollt ihr denn noch müßig daliegen? Wann werdet ihr ein tapferes Herz haben, ihr Jünglinge?” (Kallinos, Fr. 1, 1-2 W.). Wenn man...

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Gruppe 01 (Peri): Die Geschichte der griechischen Elegie beginnt für uns mit einer Ermahnung zum Krieg: -Wie lange wollt ihr denn noch müßig daliegen? Wann werdet ihr ein tapferes Herz haben, ihr Jünglinge?” (Kallinos, Fr. 1, 1-2 W.). Wenn man aber die Entwicklung der Gattung in der Frühzeit verfolgt, findet man neben dem Motiv des Krieges, das zentral bei Kallinos und Tyrtaios ist, eine frappierende Vielfalt von anderen Themen: gesellschaftliche und politische Kämpfe (Solon, Theognis), die Genüsse der Jugendzeit (Mimnermos), die Regeln des Symposions (Xenophanes); in elegischem Versmaß sind außerdem Trauerklagen (Archilochos, für die Opfer eines Schiffbruchs; Simonides, für die Gefallenen der Perserkriege) verfasst. Was ist also wesentlich und kennzeichnend für diese poetische Gattung? Wer war ihr Publikum und zu welchen Anlässen wurden diese Gedichte aufgeführt? Solche Fragen sollen neben Aspekten der Sprache, Kompositions- und Aufführungstechnik im Fokus des Lektürekurses stehen. In der ersten Sitzung wird das Fr. 1 W. des Kallinos (21 Verse) gelesen. Grundlegende Literatur: Iambi et elegi Graeci ante Alexandrum cantati, ed. M.L. West, I, Oxford 19892, und II, Oxford 19922 A.W.H. Adkins, Poetic craft in the early Greek elegists, Chicago 1985 C.M. Bowra, Early Greek Elegists, London 1939 M.L. West, Studies in Greek elegy and iambus, Berlin – New York 1974. ***************************************************************************************************************************************************************************************************** Gruppe 02 (Hafner): Die poetische Kleinform der antiken griechischen Literatur par excellence, das Epigramm, soll ein Semester lang im Zentrum eines Lektürekurses stehen. Überliefert sind uns über 4000 epigrammatische Gedichte aus der Zeit von der Mitte des 5. Jh. v. Chr. bis in Spätantike und Mittelalter durch die sogenannte -Anthologia Graeca-. In den ersten Sitzungen des Kurses soll eine exemplarische Auswahl aus dieser Gedicht-Sammlung präsentiert werden: Die thematische Vielfalt reicht von Weih- und Grabepigrammen über Spottepigramme und solche erotisch-sympotischen Inhalts bis hin zu Rätsel- und Figurengedichten. Im zweiten Teil des Semesters werden Texte bedeutender Epigrammatiker wie Kallimachos, Anyte und Poseidippos (Hellenismus), Lukillios und Straton (Kaiserzeit) oder Agathias und Palladas (Spätantike) gemeinsam übersetzt. Der Lektürekurs bietet einen Überblick über Themen und Autoren (sowie mindestens eine Autorin!) des antiken und spätantiken Epigramms und will Interesse an dieser oft vernachlässigten literarischen Gattung wecken. Zudem soll der Frage nach einer angemessenen Übersetzung altgriechischer Poesie ins Deutsche nachgegangen werden. Grundlegende Vorkenntnisse der zentralen Versmaße des Epigramms – Hexameter und Pentameter – sind dabei von Vorteil! Die erste Sitzung (15.4., 10h c.t.) beginnt mit einer Einführung zum antiken Epigramm und zur Anthologia Graeca. Bitte schlagen Sie zur Vorbereitung und um einen ersten Einblick zu bekommen in einschlägigen Lexika den Artikel -Epigramm (Griechisch)- nach, etwa: Keydell, R., Art. Epigramm, in: Reallexikon für Antike und Christentum, Bd. 5, Stuttgart 1962, Sp. 539-577. Degani, E., Art. Epigramm. I. Griechisch, in: Der Neue Pauly, Bd. 3, Stuttgart 1997, Sp. 1108-1112. Seelbach, W., Art. Epigramm, in: Schmitt, H.H./Vogt, E. (Hgg.), Lexikon des Hellenismus, Wiesbaden 2005, Sp. 276-280. M. Hafner Peri, Annamaria , Dr. B.A.-Nebenfach SLK Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). ODER Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten. LMU München SoSe 2015 Hafner Markus