Uni-München
14. März 2017Lektürekurs Einführung in die Autorenlektüre IIa Poesie
Gruppe 01 (Jas): Hesiods ist der erste als Individuum greifbare Autor der europäischen Literatur. Datiert wird er meist um 700 v.Chr. Eines seiner Werke ist die -Theogonie-, in der er die Entstehung der Welt beschreibt und mittels genealogischer Erzählung ordnet...
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Jetzt Lernplan erstellenGruppe 01 (Jas):
Hesiods ist der erste als Individuum greifbare Autor der europäischen Literatur. Datiert wird er meist um 700 v.Chr. Eines seiner Werke ist die -Theogonie-, in der er die Entstehung der Welt beschreibt und mittels genealogischer Erzählung ordnet er den Götterkosmos. Anhand von ausgewählten Versen sollen die Intentionen des Verfassers, das Darstellungsprinzip der Genealogie und die wichtigsten Grundzüge des Werkes eingehender betrachtet und erläutert werden.
Bitte informieren Sie sich zur ersten Sitzung über Leben und Werk Hesiods und bereiten Sie die Verse 1-57 vor.
Literatur:
Hesiod, Theogony, ed. wtih Prolegomena and Commentary by M. L. West, Oxford 1982 (reprint).
Hesiod, Theogony translated with an introduction and notes by M. L. West
Ernst Heitsch, Hesiod, Darmstadt 1966 (= Wege der Forschung 44).
Gruppe 02 (Thum):
In Homers Ilias, dem Epos vom Zorn des Achill, erzählt der 16. Gesang (die sogenannte Patroklie) die Vorgeschichte zum Wiedereintritt Achills in die Kampfhandlungen, denen er seit dem ersten Gesang grollend ferngeblieben war: Patroklos, Achills engster Vertrauter und Freund, fleht aus Sorge um die drohende Niederlage der Griechen vor Troia Achill an, an seiner Statt und mit seinen Waffen den Griechen zu Hilfe kommen zu dürfen. Zögernd und unter Warnungen lässt Achill Patroklos ziehen, der nach großen Erfolgen in der Schlacht nur noch von Apollon selbst in die Schranken gewiesen werden kann. Patroklos' Tod, in dem der 16. Gesang kulminiert, ist der letzte große Erfolg Hektors, den er selbst mit dem Leben bezahlen wird, wenn Achill schließlich aus Rachedurst wieder in den Kampf eingreift.
Auf die erste Sitzung sind die Verse 1-47 des 16. Gesanges vorzubereiten.
Literatur:
Text: Homeri Ilias recensuit / testimonia congessit Martin L. West, volumen alterum, rhapsodias XIII-XXIV continens (Bibliotheca Teubneriana), München/Leipzig 2000.
Lexikon: Authenried/Kaegi, Wörterbuch zu den Homerischen Gedichten, Berlin/New York 141999.
Einführung: J. Latacz, Homer. Der erste Dichter des Abendlands, Düsseldorf/Zürich 31997.
Vertiefung: Homers Ilias, Gesamtkommentar, hrsg. von J. Latacz. Prolegomena von F. Graf, I. de Jong, J. Latacz, R. Nünlist, M. Stoevesandt, R. Wachter, M.L. West, München/Leipzig 2000 (besonders Kap. 4. Grammatik der homerischen Sprache; Kap. 5. Homerische Metrik; Kap. 7. Zur Struktur der Ilias).
Thum, Tobias , Dr. phil.
Bitte beachten Sie: Diese Begleitkurse setzen Kenntnisse des Griechischen voraus.
B.A.-Nebenfach SLK
Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). ODER
Diese Veranstaltung entspricht in WP 5 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Älteren Sprachen und Kulturen m/n/o/p- (WP 5.0.14/16/18/20).
Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
LMU München
SoSe 2015
Jas Mareike