Uni-München
14. März 2017Lektürekurs Lateinische Sprachgeschichte Lektüre zum archaischen oder spätantiken Latein
Gruppe 01 (Weiß) Gedichte aus der Anthologia Latina Als Anthologia Latina bezeichnet man im weiteren Sinne die von Alexander Riese begonnene, später von Franz Bücheler (AL I.2 und II.1-2) und Ernst Lommatzsch (AL II.3) fortgeführte Sammlung antiker und spätantiker Gedichte....
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Jetzt Lernplan erstellenGruppe 01 (Weiß) Gedichte aus der Anthologia Latina
Als Anthologia Latina bezeichnet man im weiteren Sinne die von Alexander Riese begonnene, später von Franz Bücheler (AL I.2 und II.1-2) und Ernst Lommatzsch (AL II.3) fortgeführte Sammlung antiker und spätantiker Gedichte. Den Kernbestand machen die handschriftlich im sog. Codex Salmasianus überlieferten Gedichte aus, die sich durch eine erhebliche formale wie inhaltliche Varianz auszeichnen (AL 6-383 Shackleton Bailey). Wir konzentrieren uns im Seminar auf die Gedichte aus diesem Kodex und nehmen eine repräsentative Auswahl mit gewissen thematischen Schwerpunkten, z. B. auf der spätantiken Vergilrezeption vor. Die Texte werden am Anfang des Semesters in Form eines Readers zur Verfügung gestellt.
Für die erste Sitzung bereiten Sie bitte die vier programmatischen Gedichte AL 282-285 Shackleton Bailey (= 287-290 Riese) vor, anhand derer wir einige Besonderheiten römischer Epigrammdichtung wiederholen wollen!
Textausgabe: D. R. Shackleton Bailey (ed.): Anthologia Latina I. Carmina in codicibus scripta. Fasc. 1: Libri Salmasiani aliorumque carmina, Stuttgart 1982 (Bibliotheca Teubneriana).
Gruppe 02 (Horn): Claudian, De raptu Proserpinae
Das unvollendete mythologische Epos De raptu Proserpinae des Claudius Claudianus (ca. 370 - nach 404 n. Chr.) behandelt in 3 Büchern den Raub der Ceres-Tocher Proserpina durch Pluto, den Herrscher der Unterwelt. Claudian gilt als einer der bedeutendsten lateinischen Dichter der Spätantike.
Ziel der Lektüre ist die Auseinandersetzung mit der epischen Sprache und der poetischen Technik Claudians sowie das Erlernen der Versmaße (elegische Distichen in den praefationes zum 1. und 2. Buch, daktylische Hexameter im Epos selbst). Für die erste Sitzung (20.4., 2. Semesterwoche!) ist die praefatio des ersten Buchs vorzubereiten.
Textausgabe: Claudi Claudiani Carmina, ed. J. B. Hall (Bibliotheca Teubneriana), Stuttgart/Leipzig 1985; Kommentare: Hall, J. B.: Claudian, De Raptu Proserpina, Cambridge 1969; Gruzelier, C. E.: Claudian. De raptu Proserpinae, edited with introduction, translation and commentary, Oxford 1993.
Gruppe 03 (Uhle): Plautus, Pseudolus
Der Pseudolus (vermutlich uraufgeführt an den Ludi Megalenses des Jahres 191) gilt als ein spätes Meisterwerk des Plautus. In der Lektüre werden wir den Text (in Ausschnitten) unter besonderer Berücksichtigung des archaischen Lateins lesen und übersetzen. Ziel der Veranstaltung ist auch die Erlernung der wichtigsten Versmaße der römischen Komödie. Für die erste Sitzung sind die beiden Argumenta zu übersetzen!
Die Lektüre wird sinnvollerweise mit dem Proseminar -Historische Sprachwissenschaft- kombiniert (WP 1).
Textausgabe: T. Macci Plauti Comoediae, rec. W.M. Lindsay, tomus II, Oxford 1905.
Kommentare: E.H. Sturtevant, T. Macci Plauti Pseudolus, edited with an Introduction and Notes, New Haven 1932; M.M. Willcock, Plautus: Pseudolus, Bristol 1987.
Uhle, Tobias , Dr.
LMU München
SoSe 2015
Dr.
Horn Fabian Pascal