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Uni-München
14. März 2017

Lektürekurs Lektüre Rhetorik

Bitte beachten Sie, dass nur drei Gruppen angeboten werden. Gruppe 4 entfällt! P 7.1 Thematische Lektüre Rhetorik (Gruppe 01): Cicero, Pro Sex. Roscio Amerino Dr. Tobias Uhle Mit seiner Rede Pro S. Roscio Amerino (gehalten 80 v. Chr.) tritt Cicero...

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Bitte beachten Sie, dass nur drei Gruppen angeboten werden. Gruppe 4 entfällt! P 7.1 Thematische Lektüre Rhetorik (Gruppe 01): Cicero, Pro Sex. Roscio Amerino Dr. Tobias Uhle Mit seiner Rede Pro S. Roscio Amerino (gehalten 80 v. Chr.) tritt Cicero zum ersten Mal ins Rampenlicht der stadtrömischen Politik. Die Rede ist deshalb besonders spannend, weil sie ein Schlaglicht auf die politische Situation während und nach der Diktatur Sullas wirft. Am Beispiel von Pro S. Roscio Amerino werden wir uns auch mit der antiken Rhetoriktheorie sowie der forensischen Praxis in Rom beschäftigen. Textausgabe: M. Tulli Ciceronis Orationes, tomus I, ed. A.C. Clark, Oxford 1905 Übersetzung: M. Tullius Cicero, Sämtliche Reden, eingel., übers. u. erl. v. M. Fuhrmann, Band I, Zürich – Stuttgart 1970 Kommentare: A.R. Dyck, Cicero Pro Sextio Roscio, Cambridge 2010; G. Landgraf, Kommentar zu Ciceros Rede Pro Sex. Roscio Amerino, Hildesheim – New York 1978 P 7.1 Thematische Lektüre Rhetorik (Gruppe 02):Cicero, De imperio Cn. Pompei Johannes Singer Im Osten des Römischen Reiches beschäftigt Mithridates VI. Eupator, König von Pontus, mit seinen zahlreichen Einfällen seit knapp 30 Jahren verschiedene römische Generäle. Als er (wieder einmal) ein römisches Heer geschlagen hat, beantragt der Volkstribun C. Manilius im Jahr 66 v. Chr., dem berühmten Cn. Pompeius den Oberbefehl für diesen Krieg zu übertragen. Cicero unterstützt diesen Antrag vor der Volksversammlung in einer berühmt gewordenen Rede. Ziel der Übung ist es, neben der intensiven Arbeit mit dem Text auch politische Hintergründe der Rhetorik und die antike Redetheorie anhand eines prägnanten und packenden Beispiels kennen zu lernen. Textausgabe: M. Tulli Ciceronis Orationes, tom. I, ed. A.C. Clark, Oxford 1905 (=a.lat. 1644/1+1). Übersetzung: Marcus Tullius Cicero, Die politischen Reden, lateinisch- deutsch, hrsg., übers., u. erl. v. Manfred Fuhrmann, München 1993 (= a.lat1690/1). Kommentar: Friedrich Richter/Alfred Eberhard, Ciceros Rede über das Imperium des Cn. Pompeius, für den Schul- und Privatgebrauch, 6. Aufl., Berlin 1919 (=a.lat. 1907). Gruppe 03 (Kässer): Ausgewählte Reden bei Livius Beschreibung: Reden sind – in der Antike nicht anders als heute – ein herausragendes Mittel politischen Gestaltens und Agierens. Kein Wunder, dass Historiker aller Zeiten sich oft auf Reden beziehen bzw. Reden sogar überliefern. Ob die zahlreichen in Livius‘ ab urbe condita authentisch sind, muss offen bleiben. Für den Studenten der Rhetorik sind sie dennoch von großer Bedeutung. Erstens vermitteln sie einen Eindruck von der Vielfalt der antiken Rhetorik; nahezu alle Genera sind mit herausragenden Beispielen vertreten. Zweitens gehörte das Verfassen von Reden für eine vorgegebene historische Situation zu den Standardübungen der antiken Rhetorenschulen; Livius‘ Werk vermittelt also einen Einblick in die antike Rhetorikausbildung. Und drittens wurden in der Antike gelungene historische Reden als Vorbilder betrachtet für ähnliche Situationen in der Gegenwart; diesen Zweck können sie durchaus auch heute noch erfüllen. Allen drei Aspekten werden wir uns im Kurs widmen. Benotung Abschlussprüfung (50% Übersetzung, 50% Essay) Vorbereitung: Etwa drei Seiten lateinischer Prosa pro Woche; gelegentlich Passagen in Übersetzung. Uhle, Tobias , Dr. LMU München WiSe 1415 Singer Johannes