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Uni-Siegen
14. März 2017

Musik sehen Visualisierungen populärer Musik

Populäre Musik liegt primär als medientechnisch fixiertes Klangereignis vor und nicht in visueller Form als Notation. Sie entzieht sich oftmals aufgrund der Relevanz der Klanggestaltung des Sound einer formal-visuellen Darstellung mit konventioneller Notation. Produktionsseitig spielen visuelle Repräsentationen des zu erzeugenden...

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Populäre Musik liegt primär als medientechnisch fixiertes Klangereignis vor und nicht in visueller Form als Notation. Sie entzieht sich oftmals aufgrund der Relevanz der Klanggestaltung des Sound einer formal-visuellen Darstellung mit konventioneller Notation. Produktionsseitig spielen visuelle Repräsentationen des zu erzeugenden Klanggeschehens eine große Rolle. Und rezeptionsseitig ergänzen, vermitteln und ersetzen sie vielleicht sogar das Klangerleben. Dazu hat die Entwicklung technischer und digitaler Visualisierungs-Tools einen großen Einfluss; diese bieten schließlich vielfältige Möglichkeiten zur Darstellung und Analyse populärkultureller Musikphänomene. Was kann man mit Visualisierungstechniken und -praktiken zusätzlich zum auditiven Erleben über die gehörte Musik erfahre? Welche Aspekte des musikalischen und klanglichen Geschehens können mit welchen Visualisierungen veranschaulicht werden? Wie können (pop-)kulturelle Bezugnahmen und Verweissysteme im musikalischen und semantischen Geschehen erforscht und dargestellt werden? In welchen Kontexten und für welche Zwecke werden sie angewandt? Welchen analytischen und ästhetischen Mehrwert haben solche Verfahren? In diesem Seminar werden wir unterschiedliche Visualisierungsmethoden und Software-Tools zur Analyse populärer Musik untersuchen und auf ihren analytischen, aber auch ästhetisch-sinnlichen Mehrwert hin untersuchen. Grundlage hierfür bilden wissenschaftliche Publikationen, die sich einer oder mehrerer Visualisierungen bedienen oder diese methodisch direkt adressieren. Die praktische Anwendung sowie die theoretische Reflexion dieser Verfahren sind zentrale Elemente des Seminars. Neben Erkenntnissen zu Tools, Praktiken und Analyse-Verfahren ist auch ein verbessertes ästhetisches Verstehen (i. S. v. Eggebrecht 1995) populärer Musik ein Ziel des Seminars. Medienwissenschaftliches Seminar musikalische Grundkenntnisse von Vorteil, aber nicht zwingend nötig die Fähigkeit zur Bearbeitung englischsprachiger wissensch. Literatur wird vorausgesetzt eigener PC/Laptop (Windows, Mac - keine Tablets) bzw. Zugang zu einem solchen für die Nutzung der behandelten Tools (für Aufgaben, Referate, Hausarbeit) Universität Siegen WiSe 2016/17 M.A. Gilli Lorenz M.A