Nicht bewusste Wahrnehmung und Implizites Lernen im Sport
Die angekündigte Veranstaltung setzt sich mit exemplarischen Beispielen zur nicht-bewussten Wahrnehmung und zum impliziten Lernen im Sport auseinander. Für beide Bereiche werden Anwendungsbezüge zu sportlichen Handlungsfeldern hergestellt: Hier sind einerseits Spiel- und Kampfsportszenarien angesprochen, in denen die Beteiligten unter hohem...
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Jetzt Lernplan erstellenDie angekündigte Veranstaltung setzt sich mit exemplarischen Beispielen zur nicht-bewussten Wahrnehmung und zum impliziten Lernen im Sport auseinander. Für beide Bereiche werden Anwendungsbezüge zu sportlichen Handlungsfeldern hergestellt: Hier sind einerseits Spiel- und Kampfsportszenarien angesprochen, in denen die Beteiligten unter hohem Zeitdruck und innerhalb eines komplexen Handlungskontextes scheinbar auf Reize oder Reizkonfigurationen reagieren können, die sie nicht bewusst wahrnehmen.
Andererseits wird mit der Bezeichnung Implizites Bewegungslernen unterstellt, dass herkömmliche Ansätze zum motorischen Fertigkeitserwerb vorwiegend auf der Vermittlung von expliziten Wissensanteilen basieren. Dieser (Über-) Bewertung von expliziten Wissensanteilen steht jedoch entgegen, dass eine bewusste Steuerung der Bewegungsausführung den Lernprozess scheinbar stört und dass explizites Wissen ungerechtfertigter Weise als für die Bewegungsausführung handlungsleitend angesehen wird. Insbesondere werden Willenserscheinungen nicht mehr die Rolle von subjektiven Handlungsursachen sondern lediglich die Rolle von subjektiven Begleiterscheinungen von handlungsauslösenden Prozessen zugeschrieben. Die Veranstaltung ist in einzelne Teilschwerpunkte gegliedert, die durch eine Präsentation des Kursleiters vorgestellt und in einer Diskussion mit den Kursteilnehmern vertieft werden sollen. Überdies sollen die Teilnehmer durch die Mitwirkung an zwei Experimenten einen Einblick in methodischen Grundlagen dieser bewegungswissenschaftlichen Forschungsrichtung erlangen. Die Studienleistung (Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung) sowie die Modulprüfungsleistung ist folgendermaßen festgelegt: Studienleistung: Regelmäßige Anwesenheit und aktive Beteiligung Modulteilprüfungsleistung: Klausur (ca. 60 min)
Kibele, A. (2001). Unbewusste Informationsverarbeitung ein Thema für die Sportwissenschaft?! Lang Verlag: Frankfurt (UniKassel Signatur: 95 Psy PB 0065) Kibele, A. (2001). Implizites Bewegungslernen. In: Spectrum der Sportwissenschaften 13, 7-26 Kibele, A. (2002). Bewegungspriming. In Leistungssport 5, 56-62 VoraussetzungenEinführungsveranstaltung in Bewegungswissenschaft/Trainingswissenschaft FB 05 Sport Uni Kassel WiSe 2010/11 Sport NF