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Uni-Siegen
14. März 2017

Präsenz und Argumentation im mündlichen Vortrag Rhetorik

Mündliche Vorträge sind ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen und beruflichen Lebenswelt, ihre Funktionen sind vielfältig. Von der rein informativen Präsentation bis zur affirmativen Meinungsrede – beim mündlichen Vortrag geht es stets darum, dem (Zu-) Hörer etwas zu übermitteln, etwas zu...

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Mündliche Vorträge sind ein wichtiger Bestandteil der gesellschaftlichen und beruflichen Lebenswelt, ihre Funktionen sind vielfältig. Von der rein informativen Präsentation bis zur affirmativen Meinungsrede – beim mündlichen Vortrag geht es stets darum, dem (Zu-) Hörer etwas zu übermitteln, etwas zu vermitteln. Wer dies tut, der gibt unweigerlich auch immer ein Stück von sich selbst Preis: seine Ansichten, seine Meinungen oder seine Gefühle. Kurz: er tritt als Individuum vor Anderen in Erscheinung. Dieser Kurs widmet sich zwei Aspekten des mündlichen Vortrags, die wesentlich sind: der Präsenz des Redners sowie seiner Argumentationsführung. Unter Präsenz verstehe ich auf der einen Seite die innere Bewusstheit des Vortragenden in Bezug auf seine aktuelle Situation, seine Umwelt sowie die Inhalte seines Vortrags. Auf der anderen Seite seine äußerliche Präsenz, wie sie für die Zuhörer zu beobachten und wahrzunehmen ist, dazu zählen z.B. Mimik, Gestik, Raum- und Blickverhalten des Redners. Während sich diese Merkmale eher auf den performativen Teil der Rede beziehen, gehört die Argumentationsstruktur des Vortrags zur konzeptionellen Ebene. Eine gute Argumentationsführung zeichnet sich durch einen einfachen, logischen und für andere nachvollziehbaren Aufbau der Rede aus. Bei beiden Aspekten, Präsenz und Argumentation, werden wir versuchen, Klarheit und Eindeutigkeit für den Zuhörer herzustellen – wesentliche Voraussetzungen für eine gelungene Kommunikation. Dabei werden vielfältige Methoden und Übungen zum Einsatz kommen, die den Teilnehmern immer wieder die Möglichkeit eröffnen werden, sich und ihr kommunikatives Verhalten wahrzunehmen und ihren Wünschen und Zielen entsprechend anzupassen. Dieser Kurs ist als eine Art Projektseminar konzipiert. Der 14tägige Veranstaltungsrhythmus ist zum einen den Inhalten des Seminars geschuldet, welche zum Teil eine Auseinandersetzung über einen längeren Zeitraum erfordern. Zum Anderen möchte ich im Kurs eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit aller Mitwirkenden ermöglichen, die sicher auch von der Intensität der miteinander verbrachten Zeit abhängt. Die Leistungserbringung erfolgt über regelmäßige Anwesenheit, die aktive Teilnahme an den Übungen sowie zwei mündliche Vorträge im Laufe des Semesters. Germanistik - Sprachpraxis Universität Siegen WiSe 2012/13 M.A. Krippendorf Ulf M.A