Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
17. Juli 2017

Praxisorientierte Übung Rotoskopie Experimentelles Gestalten mit Computer und Video

Rotoskopie ist ein traditionelles Trickverfahren, das bei Filmproduktionen angewandt wird, um Realfilmsequenzen nachzuzeichnen und so komplexe Bewegungsabläufe in Zeichentrickfilmen überzeugender darstellen zu können. Dabei wurde der Film ursprünglich Bild für Bild auf einen Lichttisch projiziert und von Hand -durchgepaust-. Später...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Rotoskopie ist ein traditionelles Trickverfahren, das bei Filmproduktionen angewandt wird, um Realfilmsequenzen nachzuzeichnen und so komplexe Bewegungsabläufe in Zeichentrickfilmen überzeugender darstellen zu können. Dabei wurde der Film ursprünglich Bild für Bild auf einen Lichttisch projiziert und von Hand -durchgepaust-. Später verwendete man diese Technik in der Film-Nachbearbeitung, um besondere grafische Effekte zu erzielen. Bekannte Beispiele für Rotoskopie-Verfahren sind die frühen Animationsfilme von Max Fleischer, das Musikvideo zu -Take on Me- von a-ha und der Spielfilm -A Scanner Darkly-. Geplantes Programm Ziel des Kurses ist die Erstellung eines experimentellen Videoclips unter Verwendung eines improvisierten Rotoskopie-Verfahrens mittels PC-Software, d.h.: • Filmen mit digitaler Videokamera • Übertragen des Videomaterials auf den PC • Auflösung des Bildmaterials in Einzelbilder • Ausdrucken der Einzelbilder auf Papierbögen (ca. 28 Bilder pro DIN A4-Seite) • Bearbeiten der Papierbögen mit grafischen + malerischen Mitteln • Einscannen der bearbeiteten Papierbögen • Zusammenfügen der Einzelbilder zu einer neuen Sequenz Auf diese Weise sind nicht nur klassische Rotoskopie-Techniken zu realisieren, durch die Möglichkeit, das -Filmmaterial- direkt grafisch-manuell zu bearbeiten, lassen sich auch zahlreiche Aspekte des Experimentalfilms erproben wie sie die Arbeiten von Oskar Fischinger oder Len Lye prägen. Für die Fertigstellung des eigenen Projekts und die Bearbeitung von Übungsaufgaben sind zusätzlich pro Woche einige Stunden Arbeitszeit zu selbstgewählten Terminen im Videolabor einzuplanen. Department Kunstwissenschaften LMU München SoSe 2015 Dr.phil. Botz Daniel Dr.phil