Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt A 02 Europa in der Nachbarschaft EU Förderprojekte und Strukturwandel in der Region Ruhr
Projektgegenstand Die Region Ruhr ist heute ein -Laboratorium Ruhr-. Hier tref­fen weit mehr als 50 Kommunen mit über 5 Millionen Einwohnern aufeinander, welche die Grundlage für einen äußerst dyna­mi­schen ge­sell­schaftlichen Wandel bilden. Dabei ist die Region gekennzeichnet von Einwoh­ner­ver­lusten, hohen...
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Die Region Ruhr ist heute ein -Laboratorium Ruhr-. Hier treffen weit mehr als 50 Kommunen mit über 5 Millionen Einwohnern aufeinander, welche die Grundlage für einen äußerst dynamischen gesellschaftlichen Wandel bilden. Dabei ist die Region gekennzeichnet von Einwohnerverlusten, hohen Arbeitslosenzahlen und einem z. T. schlechten Image, aber auch von Chancen zur positiven Weiterentwicklung im Rahmen des Strukturwandels. In diesem Zusammenhang spielen städtebauliche Projekte, die u. a. über die Strukturfonds der Europäischen Union gefördert werden, eine wesentliche Rolle als Impulsgeber für den Wandel in der Region.
Projekte wie der Phoenix-See in Dortmund, der Landschaftspark Duisburg-Nord oder der Gasometer in Oberhausen prägen heute die öffentliche Wahrnehmung und das Stadtbild vieler Kommunen im Ruhrgebiet. Mit ihnen verbindet sich die Hoffnung auf eine höhere Sichtbarkeit der Kommune, eine Attraktivierung des Standortes für Wirtschaft und Bevölkerung und damit auf eine erfolgreiche Zukunft. Mit ihrer Umsetzung werden, frei nach Karl Ganser, dem ehemaligen Leiter des IBA-Emscherpark, Prozesse in Gang gesetzt, deren Ausgang vielfach ungewiss ist, die aber eine neue Planungskultur begründen.
Ein Problem bleibt: Prozesse der Stadtentwicklung und des Stadtumbaus können kaum von einer Kommune allein finanziert werden, Zuwendungen von der Landes- und/oder Bundesebene sind in fast allen Fällen notwendig. Eine besondere Bedeutung für ihre finanzielle Machbarkeit nehmen die Strukturfonds der Europäischen Union (EFRE/ESF) ein, die über Projekte in der Stadtentwicklung lokale Entwicklungsziele mit den räumlichen und wirtschaftlichen Entwicklungszielen der EU-Regionalpolitik verbinden – Beispiele in Dortmund sind das ‚Dortmunder U’ oder der bereits genannte ‚Phoenix-See’.
ProjektzielDas Projekt A02 wird untersuchen, welche Wirkungen von den großen, mit Mitteln der EU geförderten Projekten für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung der jeweiligen Städte ausgehen. In der Region Ruhr wird eine Kooperation mit Vertretern relevanter Fachämter (z. B. Planung, Wirtschaftsförderung, etc.), Projekt-Betreibergesellschaften und Projektideengeber aus der Privatwirtschaft (z. B. McKinsey) angestrebt. Die konkrete Projektarbeit in Dortmund wird durch Exkursionen ins Ruhrgebiet sowie nach Brüssel (z. B. zur Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung) ergänzt, sodass sich insgesamt ein dichtes Bild der Wirkungszusammenhänge in der Stadtentwicklung ergeben wird. Konkreter Nutzen für Projektteilnehmer/-innenDie Projektteilnehmer kennen sich zu Ende des Projektes mit der Funktionsweise des deutschen Planungssystems aus und können den Einfluss der EU-Strukturfonds auf lokale Projekte der Stadtentwicklung einschätzen. Sie lernen, die Argumentation für und wider großer Projekte der Stadtentwicklung nachzuvollziehen und ihre potentiellen Wirkungen einzuschätzen. Dabei arbeiten sie sich in wissenschaftliche und planungsrelevante Hintergründe ein und lernen – im Sinne eines kompetenzorientierten Lernens – diese neuen Kenntnisse an verschiedenen Projekten im Ruhrgebiet zu spiegeln und zu bewerten.
Bachelor Raumplanung (2012)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Bachelor Raumplanung (2007)
Dr.-Ing.
Heitkamp Thorsten Ing