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Uni-Dortmund
14. März 2017

Projekt A 08 Biogas Diesel oder Holz Die richtige Wärmeversorgung für ein Wohngebiet in Unna

Der Spar- und Bauverein eG ist mit rund 12.000 Wohnungen in nahezu allen Dortmunder Stadtteilen und im Kreis Unna vertreten. In einem Wohngebiet in Unna will die Wohnungsgenossenschaft nach der Kündigung eines langjährigen Fernwärmevertrages nun die Wärmeversorgung umstellen. Der Grund...

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Der Spar- und Bauverein eG ist mit rund 12.000 Wohnungen in nahezu allen Dortmunder Stadtteilen und im Kreis Unna vertreten. In einem Wohngebiet in Unna will die Wohnungsgenossenschaft nach der Kündigung eines langjährigen Fernwärmevertrages nun die Wärmeversorgung umstellen. Der Grund hierfür ist zum einen, dass bei der Fernwärmeversorgung Wärmeverluste beim Transport entstehen und zum anderen bei einer geringen Wärmeabnahme die Betriebskosten sehr hoch sind. Blockheizkraftwerke (BHKWs) bieten eine nachhaltige dezentrale Lösungsmöglichkeit. Sie weisen einen sehr hohen Wirkungsgrad von über 90% auf und können einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz, die neben dem viel diskutierten Stromnetzausbau ein weiterer Meilenstein der Energiewende ist, liefern. Die Funktionsweise eines BHKW ist leicht erklärt. Ein Motor (dies kann ein Verbrennungsmotor, ein Dampfmotor oder auch ein Stirling Motor sein) treibt einen Generator an. Dieser erzeugt dann Strom. Die beim Betrieb anfallende Wärme wird ebenfalls für die Heizung oder die Wassererwärmung genutzt, das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Der Motor kann dabei mit allen gängigen Brennstoffen betrieben werden. Diese können konventioneller Art wie Diesel, Heizöl oder Gas, aber auch regenerativer Art wie Biogas, Holzpellets oder Biokraftstoffe sein. Eine weitere Möglichkeit stellt die Wärmeversorgung mit Geothermie dar. In diesem Zusammenhang suchen die Studierenden in Kooperation mit dem Spar- und Bauverein die beste Versorgungsmöglichkeit für das Wohngebiet. Während der Projektarbeit sollen die Potenziale verschiedener Wärmesysteme (BHKW, Geothermie etc.) unter wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten betrachtet und bewertet werden. Eine weitere Aufgabe besteht darin, innerhalb des Wohngebietes geeignete Grundstücke für die Wärmeversorgung zu finden und diese zu bewerten. Berücksichtigt werden sollen in dem Projekt jedoch nicht nur die technischen Fragen, die mit der Wärmeversorgung eines Wohngebiets einhergehen. Auch die Bedürfnisse und Vorstellungen der Bewohner der Siedlung sollen eine Rolle spielen. Wünschen sich die Menschen vorwiegend eine kostengünstige Lösung? Oder sind sie daran interessiert ihre Wärme in Zukunft aus regenerativen Energieträgern zu beziehen? Insofern sollen ebenfalls städtebauliche und immobilienwirtschaftliche Zusammenhänge sowie die Erwartungen der Bewohnerschaft Berücksichtigung finden. Das Untersuchungsgebiet in Unna und der Spar- und Bauverein in Dortmund sind beide mit dem Semesterticket zu erreichen. Sollte innerhalb der Projektgruppe der Wunsch bestehen sich im Sommersemester Best-Practice-Beispiele außerhalb NRWs anzusehen, könnte eine solche Exkursion auf Eigeninitiative organisiert werden. Bachelor Raumplanung (2012) Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet) Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes Technische Universität Dortmund WiSe 2013/14 Bachelor Raumplanung (2007) Dipl.-Ing. Mägdefrau Nadine