Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt A 11 Zukunft des Einzelhandels in städtischen Randlagen das Beispiel
In den letzten Jahrzehnten hat der Einzelhandel viele Veränderungen durchlaufen. Neben der Diskussion über die zunehmende Konkurrenz durch den Online-Handel und der Konkurrenz der Ruhrgebietskommunen untereinander wird in Dortmund derzeit auch die Frage nach der Sicherung der Grundversorgung in Neben-...
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Jetzt Lernplan erstellenIn den letzten Jahrzehnten hat der Einzelhandel viele Veränderungen durchlaufen. Neben der Diskussion über die zunehmende Konkurrenz durch den Online-Handel und der Konkurrenz der Ruhrgebietskommunen untereinander wird in Dortmund derzeit auch die Frage nach der Sicherung der Grundversorgung in Neben- und Ortszentren diskutiert – eine Frage, die im Zuge des demographischen Wandels und einer Alterung der Gesellschaft für die Lebenswirklichkeit der Bewohner betroffener Ortsteile große Konsequenzen hat.
Das Projekt soll diese Frage am Beispiel des Dortmunder Ortsteils Oespel diskutieren. Oespel ist ein im Südwesten Dortmunds gelegener Stadtteil mit rund 4.000 Einwohnern. An vielen Stellen des Ortes ist nach wie vor eine dörfliche Struktur sichtbar. Ortsprägend ist aber auch die durch den Ortskern verlaufende aufgeständerte Hochtrasse der S1 von Dortmund nach Bochum. Die Autobahn A45 bildet die östliche Grenze des Ortes und trennt den Stadtbezirk Lütgendortmund vom benachbarten Stadtbezirk Hombruch.
Am westlichen Ortsrand von Oespel liegt mit dem -Indupark- ein städtebaulich wenig integriertes Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel. Große Ankermieter des insbesondere auf dem motorisierten Individualverkehr ausgerichteten Induparks sind IKEA, Real, Metro, Media Markt u.a.. Im Ortskern von Oespel bestehen dagegen insbesondere Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf (Edeka, Bäckerei, Eisdiele, Apotheke). Der Entwurf zum Masterplan der Stadt Dortmund definiert Oespel folglich als Nahversorgungszentrum, das aus einzelhandelsrelevanter Sicht vor allem auf die Versorgung im Bereich der kurzfristigen Bedarfsdeckung ausgerichtet ist (Masterplan Einzelhandel Dortmund: 400) .
In den vergangenen Jahren gab es in Oespel eine deutliche Reduzierung der Angebotsbreite, da eine Metzgerei, ein Schmuck- und Uhrengeschäft sowie ein Reisebüro ihren Betrieb aufgaben. Nicht alle freigewordenen Immobilien konnten zwischenzeitlich neu vermietet werden. Neben der Konkurrenz durch den nahen Indupark formuliert der örtliche Gewerbeverein aber auch, dass die Oespeler Bevölkerung die vorhandenen Geschäfte im Ort nicht oder nicht mehr so stark wie früher aufsucht.
Hier kann das A-Projekt ansetzen. Neben einer Bestandsaufnahme der örtlichen Geschäfte und einer (kartographischen) Übersicht über die Veränderungen der letzten Jahre sind folgende Arbeitsschwerpunkte denkbar:
- Entwicklung eines Nahversorgungskonzeptes unter demographischen Gesichtspunkten
- Motivbefragung in der Oespeler Bevölkerung
- Kundenbefragung in den Oespeler Geschäften
- Ideensammlung zur Zukunft des Einzelhandels in Ortszentren
Es besteht Kontakt zum örtlichen Gewerbevereins und zum Stadtteilmarketing.
Bachelor Raumplanung (2012)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Bachelor Raumplanung (2007)
Dr.
Fleischhauer Tanja