Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Entwicklungskonzepte für die Fulda Aue
In diesem Projekt soll am Beispiel der Fulda-Aue das Spannungsfeld zwischen den ökologischen Belangen von Fluss-Auen und ihrer Nutzung durch den Menschen behandelt werden. Auen sind von Natur aus die artenreichsten mitteleuropäischen Lebensräume von Pflanzen und Tieren, die durch vielfältige...
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Jetzt Lernplan erstellenIn diesem Projekt soll am Beispiel der Fulda-Aue das Spannungsfeld zwischen den ökologischen Belangen von Fluss-Auen und ihrer Nutzung durch den Menschen behandelt werden. Auen sind von Natur aus die artenreichsten mitteleuropäischen Lebensräume von Pflanzen und Tieren, die durch vielfältige menschliche Beeinträchtigungen stark bedroht sind. Auch in ihren hydrologischen Funktionen, sowohl in ihrem natürlichen Raumbedarf zur Abführung von Hochwasser als auch in ihre Aufgabe der Regulation des Landschaftswasserhaushaltes sind sie durch menschliche Nutzungen erheblich gestört. Ihre Funktionen gewinnen im Hinblick auf den Klimawandel eine wachsende Bedeutung.
Die Fulda-Aue berührt nicht nur den Fluss im seinem überwiegend ländlich geprägten Raum, sondern auch den unmittelbaren Bereich der Stadt Kassel.
In diesem Projekt soll die Bedeutung der Flussaue für die -freie- Landschaft in geeigneten Abschnitten im Bereich zwischen Niederaula und Guxhagen, in denen landwirtschaftliche Nutzungen überwiegen, aber auch Gewerbegebiete berührt werden, analysiert werden und mit ihrer Bedeutung für den Stadtbereich von Kassel, in dem völlig andere Nutzungen vorliegen, verglichen werden. Im Bereich von Rotenburg wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche ökologisch positiv wirksame Maßnahmen zum Hochwasserschutz der Stadt vorgenommen, die Gegenstand der Bearbeitung im Rahmen des Projekts sein können.
Aspekte des Projektes werden sein:
• Analyse der aktuellen und historischen räumlichen Situation hinsichtlich des Naturraums in seinen wesentlichen Komponenten (Geologie, Böden, Vegetation, Fauna) und der anthropogenen Nutzungen (vorzugsweise mit Hilfe von GIS-Anwendungen)
• Darstellung von Nutzungskonflikten, ökologischen und hydrologischen Defiziten im ländlichen Raum und in der Stadt Kassel
• Entwicklung von Ideen und Konzepten zur Optimierung der ökologischen Verhältnisse unter Einbeziehung der betroffenen Menschen und handelnden Akteure. GIS-Grundkenntnisse sind erforderlich. Sie sollen im Rahmen des Projektes durch fachbezogene Anwendungen ausgebaut und vertieft werden.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WS 2008/2009
Architektur
Architektur
Univ.-Prof. Dr.
Braukmann Ulrich