Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt F 04 Städtische Resilienz und Anpassung an den Klimawandel
Städtische Resilienz und Anpassung an den Klimawandel in Chennai, Indien Städte haben mit vielfältigen umweltbedingten Problemlagen zu kämpfen wie z.B. Starkregenfälle/Überschwemmungen, Stürme und Dürren. Die Bedeutung von städtischen Anpassungsmechanismen an vom Klimawandel beeinflussten Naturkatastrophen wird in Zukunft deutlich zunehmen, denn...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenStädtische Resilienz und Anpassung an den Klimawandel in Chennai, Indien
Städte haben mit vielfältigen umweltbedingten Problemlagen zu kämpfen wie z.B. Starkregenfälle/Überschwemmungen, Stürme und Dürren. Die Bedeutung von städtischen Anpassungsmechanismen an vom Klimawandel beeinflussten Naturkatastrophen wird in Zukunft deutlich zunehmen, denn nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden im Jahre 2050 rund 70% der Weltbevölkerung in Städten leben. Das größte Wachstum wird in kleinen bis mittelgroßen Städten in Asien und Afrika stattfinden.
Der Grad der Vulnerabilität städtischer Räume ist dabei abhängig von Faktoren wie Bevölkerungs- und Bebauungsdichte, Topographie, vorherrschender Stadtplanung und Baunormen sowie der Sensibilisierung der Bevölkerung und der Existenz konsistenter Notfallpläne. Somit stehen städtische Agglomerationen und urbane Ballungsräume, insbesondere in Küstennähe, vor neuen und großen Herausforderungen bzgl. des Schutzes der Bevölkerung, Infrastruktur und Industrie sowie im Hinblick auf die Bewältigung der durch extreme Naturereignisse auftretenden Katastrophen.
Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen werden zwei Ansätze verfolgt: -mitigation- (Reduzierung der Ursachen, wie z.B. der CO2 Emission) und Adaptation bzw. Resilienz. Das ACCCRN (Asian Cities Climate Change Resilience Network) versteht Klimawandel bedingte Resilienz wie folgt: -In practical terms, climate change resilience is the capacity of an individual, community, or institution to dynamically and effectively respond to shifting climate impact circumstances while continuing to function and prosper. Simply, it is the ability to survive, recover from, and even thrive in changing climatic conditions”. Hierzu gehört die Fähigkeit, potentielle Gefahren voraus zu sehen, sich an stetig verändernde Bedingungen anzupassen und entsprechende Handlungsstrategien vor, während und nach einschneidenden Naturereignissen zu entwickeln.
Der Untersuchungsraum und somit auch das Exkursionsziel wird Chennai, Indien, sein. Chennai liegt an der Ostküste Indiens, im Bundesstaat Tamil Nadu, und verzeichnet bis heute eine sehr hohe Urbanisierungsrate. Mit über 5 Mio. Einwohnern ist Chennai die fünftgrößte Stadt Indiens (2011). Gleichzeitig liegt Chennai in der -low elevation coastal zone-; somit ist die Stadt besonders gefährdet hinsichtlich Überflutungen, Sturmflut, Wasserspiegelanstieg, aber auch Hitzewellen sind zu verzeichnen.
Aufgabenstellung
Innerhalb des F-Projekts soll untersucht werden, welche vielfältigen Strategien und Instrumente unterschiedliche Akteure (Stadtplanung und -verwaltung, vulnerable Bevölkerungsgruppen, internationale Entwicklungsagenturen etc.) in Chennai entwickeln, um sich an den Klimawandel anzupassen und die städtische Resilienz zu steigern. Einerseits sollen die administrative-institutionellen Regulationen und Zuständigkeiten und andererseits die informellen Strategien auf Nachbarschafts- und Haushaltsebene erfasst werden. Dabei sollen die Begriffe und Konzepte der Adaptation und Resilienz kritisch hinterleuchtet werden, und diskutiert werden, inwieweit solche -Trendbegriffe- (positive sowie negative) Veränderungsprozesse für arme Bewohner und Stadtviertel anstoßen. Auf dieser Basis sollen Handlungsempfehlungen für einen ausgewählten Stadtraum entwickelt werden.
Zusätzliche Informationen
Das F-Projekt wird in deutscher und englischer Sprache durchgeführt. Der Projektbericht wird in Englisch verfasst. Eine 2-3 wöchige Exkursion ist für die Semesterferien im Frühjahr 2014 geplant. Eine finanzielle Förderung wird angestrebt, jedoch muss mit entsprechenden finanziellen Ausgaben gerechnet werden (geschätzte Kosten: Flug ca. 800 €; weitere Kosten inkl. Übernachtungen und Verzehr ca. 500-600 €; Impfungen).
Bachelor Raumplanung (2012)
B.Sc. RP (2007): Erfolgreicher Abschluss von Modul 2 zur Teilnahme am F-Projekt. (Stichtag: Anmeldung auf der F-Projekt-Börse)
B.Sc. RP (2012): Erfolgreicher Abschluss von Modul 2 zur Teilnahme am F-Projekt. (Stichtag: Anmeldung auf der F-Projekt-Börse)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 2 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
20132 WiSe 2013/14
Bachelor Raumplanung (2007)
M.A.
Fürst Ariana M.A