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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt fertighauscity 5 Partizipation und Mass Customization im verdichteten Wohnungsbau

Partizipation und Mass Customization – scheinbar gegensätzlich - stehen für neue Verbindungen von Entwurf und Bauen, von Entwerfer und Nutzer. Diese neuen Verbindungen stellen sich in mehrfacher Weise ein: gesellschaftlich mit dem Konzept der Individualisierung, das die Perspektive eines eigenen...

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Partizipation und Mass Customization – scheinbar gegensätzlich - stehen für neue Verbindungen von Entwurf und Bauen, von Entwerfer und Nutzer. Diese neuen Verbindungen stellen sich in mehrfacher Weise ein: gesellschaftlich mit dem Konzept der Individualisierung, das die Perspektive eines eigenen Lebens verheißt, und fertigungstechnisch mit dem Konzept der Mass Customization, aktuellen industriellen Produktionsmethoden. Beide zusammen haben das Potential eine Produktwelt einer individualisierte Massenproduktion schaffen, die nicht nur ein eigenes Leben zu führen erlaubt, sondern dieses auch spiegeln soll. Nutzer im verdichteten Wohnungsbau haben bis jetzt meist wenig Einfluss auf die Konzeption ihres zukünftigen Wohnraumes. Dieser Mangel an individuell gestaltbarem Wohnraum im verdichteten Wohnungsbau im innerstädtischen Bereich führt zu einer Abwanderung vieler Haushalte in die Speckgürtel der Städte, in den suburbanen Bereich. Viele dieser Haushalte würden gerne in der Stadt bleiben. Aber die Möglichkeit des industrialisierten und somit meist kostenübersichtlichen Einfamilienhaus, indem Bauherr und Nutzer identisch sind, wird somit für viele zur Vorzugsvariante. Durch das ident sein von Bauherr und Nutzer ist die Möglichkeit gegeben den eigenen Wohnraum individuell zu gestalten. Um im verdichteten Wohnungsbau im innerstädtischen Bereich den individuellen Planungsansprüchen, die Kosten- und Terminsicherheit zu erreichen, welche die industrielle Fertigung im Einfamilienhausbau bereits bietet, bedarf es einerseits einen Wissens- und Technologietransfer vom industrialisierten Einfamilienhaus zum verdichteten Wohnungsbau, andererseits Bündelung der (finanziellen) Kräfte der Einzelbauherren. Dabei kann die Bauherrengemeinschaft als ein Zusammenschluss verschiedener Akteure verstanden werden, die anstelle eines Eigenheimes im suburbanen Raum nun die Möglichkeit sehen, Ihre Bauinteressen im innerstädtischen Bereich um zu setzen. Aus der Zusammenführung dieser Wünsche ergeben sich neue typologische Modelle für verdichtete Bauweisen, wobei die vorhanden Planungs- und Technologie der Fertighaushersteller angepasst werden können. Vereinfacht kann dies heißen: Neue Bauaufgaben – Fertighaus mit 5 Geschossen plus Das Projekt findet gemeinsam mit dem Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen – Prof. Carsten Roth - der Technischen Universität Braunschweig statt, und ist mit einem Seminar verbunden. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WS 2006/2007 Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Augustin Geor