Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-Hannover
14. März 2017

Projekt lang Arrival City Berlin

Man Kind on the move: Ein Drittel der Weltbevölkerung zieht – über Provinzen, Länder, Kontinente hinweg – vom Land in die Städte. Die globalen Migrationsbewegungen werden zunehmend relevant für den Wohnungs- und Siedlungsbau. Es entstehen -Arrival Cities- (Doug Saunders, 2011),...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Man Kind on the move: Ein Drittel der Weltbevölkerung zieht – über Provinzen, Länder, Kontinente hinweg – vom Land in die Städte. Die globalen Migrationsbewegungen werden zunehmend relevant für den Wohnungs- und Siedlungsbau. Es entstehen -Arrival Cities- (Doug Saunders, 2011), wie wir sie vor allem aus den Megacities des globalen Südens kennen, vermehrt auch in den Großstädten Europas. Die Städte der Newcomer sind jedoch selten in der Stadtmitte zu finden, sondern meist an den Rändern der Städte, dort wo die Mieten noch bezahlbar sind. -Ob Migration funktioniert oder nicht, hat wenig mit kulturellen Klüften oder religiösen Gegensätzen zu tun. Die Ziele der Neuankömmlinge sind – egal aus welchem Land sie stammen oder in welche Stadt sie gehen – die gleichen. Doch ob sie Arbeit finden, soziale Netzwerke aufbauen, ihren Kindern Schulbildung und eine Zukunft ermöglichen können, hängt stark davon ab, ob die Stadt auf sie vorbereitet ist. Scheitert die Arrival City, wird sie zum sozialen Brennpunkt, zur Brutstätte von Kriminalität und hybridem Extremismus, zum Elendsviertel. Blüht sie auf, wird die Arrival City zur Geburtsstätte der neuen Mittelschicht, der stabilen Wirtschaft und des sozialen Friedens einer Stadt.- Aufgrund der Verschärfung des Berliner Wohnungsmarktes werden gegenwärtig Siedlungsflächen im großen Maßstab erschlossen. Hierbei fällt der Umnutzung und Nachverdichtung von zentrumsnahen, gut erschlossenen Quartieren eine besondere Bedeutung zu. Häufig geprägt von sozialem Abstieg und Leerstand in der Zeit nach der Wende, sind diese Viertel wieder voll belegt, ohne dass der notwendige strukturelle Wandel stattgefunden hat. Die große Zahl von Neuankömmlingen bieten nun die Gelegenheit, diese strukturschwachen und monofunktionalen Stadtquartiere, mit Hilfe von Nachverdichtungen und Transformationsprozessen, neu zu denken und in den großstädtischen Kontext zu integrieren. Im Rahmen des Projekts lang gilt es durch Research by Design, die Chancen und Potenziale einer Arrival City exemplarisch anhand einer Case Study in Berlin auszuloten, um damit fehlgeschlagene Planungen zu ertüchtigen, umzudeuten und aufzuwerten, zu verdichten und weiter zu bauen, bezahlbaren Wohnraum und Möglichkeiten für ökonomische Betätigungen mit integrativen öffentlichen und gemeinschaftlichen Räume zu schaffen. Dehn, Henning, Dipl.-Ing. Zeitplan: 12.04.2016 Einführung und Aufgabenstellung 17.-19.04.2016 Exkursion Berlin mit Kurzübung 19.04.2016 Präsentation Referenzprojekte 10.05.2016 1. Kolloquium (Konzept) 11.-13.05.2016 Modellworkshop 21.06.2016 2. Kolloquium (Projekt) 18.07.2016 Abgabe Entwurf 19.07.2016 Präsentation Entwurf Universität Hannover SoSe 2016 Architektur, Master of Science Prof. Dipl.-Ing. Quednau Andreas