Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt M 11 Neues Klima in Hörde 8211 Anpassungsstrategien für einen dynamischen Stadtteil
Der fünfte Sachstandsbericht des IPCC (Intergovermental Panel in Climate Change)aus September 2013 unterstreicht die Bedeutung der Notwendigkeit zur Klimaanpassung. Die Durchschnittstemperatur wird um 0,85 Grad ansteigen, extreme Wetterereignisse wie Hitzeperioden treten sehr wahrscheinlich häufiger auf und dauern länger an. Das...
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Jetzt Lernplan erstellenDer fünfte Sachstandsbericht des IPCC (Intergovermental Panel in Climate Change)aus September 2013 unterstreicht die Bedeutung der Notwendigkeit zur Klimaanpassung. Die Durchschnittstemperatur wird um 0,85 Grad ansteigen, extreme Wetterereignisse wie Hitzeperioden treten sehr wahrscheinlich häufiger auf und dauern länger an. Das Risiko des Auftretens von Sturzfluten und Starkregenereignissen nimmt zu und auch die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist die höchste seit 800.000 Jahren.
Die durch den Klimawandel zu erwartenden Veränderungen und die sich daraus ergebenden Maßnahmen zur Anpassung blieben in dem 2010 erarbeiteten Handlungsprogramm Klimaschutz 2020 (integriertes Klimaschutzkonzept) der Stadt Dortmund bislang unberücksichtigt. Ziel des Masterprojektes ist die Entwicklung von räumlichen Konzeptionen zur Stärkung der Anpassungsfähigkeit eines Stadtteils an die Folgen des Klimawandels. Wie die Folgen des Klimawandels in den verschieden Handlungsfeldern aussehen werden und wie mit diesen im Sinne der Klimaanpassung umgegangen werden kann, soll in dem Vorhaben am Beispiel des sehr dynamischen Stadtteils Dortmund-Hörde flächendeckend und fachübergreifend erstmalig untersucht werden. Hinsichtlich seiner Flächengröße und Einwohnerzahl ist Hörde einer der größeren Dortmunder Stadtbezirke. Er ist gekennzeichnet durch kompakte Siedlungen im Norden und ausgedehnte Freiflächen im Süden. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 17,9 Ew./ha unter dem Dortmunder Durchschnitt Seit Jahren positive Wanderungsbewegungen zeigen, dass der Stadtbezirk Hörde ein bevorzugter Wohnstandort von Dortmund ist. Aufwändige Sanierungsarbeiten haben in den letzten Jahren die Großwohnsiedlung Hörde-Clarenberg erheblich aufgewertet. Mit den Veränderungen auf den ehemaligen Industriestandorten Phoenix West und Phoenix Ost bietet sich für das in der Mitte gelegene Hörder Stadtbezirkszentrum die Chance, auf verschiedenen Ebenen eine Wiederbelebung zu erfahren. Diese Chance zur Revitalisierung des Stadtteils soll durch eine integrierte Klimaanpassung unterstützen werden.
Auch wenn der PHOENIX See nun eine Frischluftschneise und Grünflächen bietet, bleibt der Stadtteil Hörde selbst weiterhin ein sehr verdichteter urbaner Raum, mit wenig schützenden Grünstrukturen und veralteter Bausubstanz. Offenkundige Handlungsfelder der Stadtentwicklung, die in Wechselwirkung zu den bereits vorhandenen und zukünftig erwarteten Klimafolgen stehen sind:
• (zukünftige) Siedlungsflächenentwicklung
• Stadtgestalt und Städtebau
• Grün-, Frei- und Landschaftsraum
• Verkehr und Mobilität
• Sport und Freizeit
• Technische und Soziale Infrastruktur
• Ggf. auch Wirtschaft und Einzelhandel.
Das Masterprojekt bietet sowohl verschiedene methodische Anknüpfungspunkte (SWOT-Analyse, Stakeholderanalyse, Szenarienentwicklung etc.), als auch die Möglichkeit, eigene konkrete Fragestellungen an ein aktuelles Forschungsprojekt (in Beantragung) u.a. in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund und der Emschergenossenschaft anzuknüpfen.
Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung
M.Sc. Raumplanung (2012): Das Modul wird mit einer benoteten Modulprüfung abgeschlossen. Weitere Informationen in Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Projektwiki.
M.Sc. Raumplanung (2008): Das Modul wird mit zwei unbenoteten Teilleistungen abgeschlossen. Weitere Informationen in Prüfungsordnung, Modulhandbuch und Projektwiki.
Technische Universität Dortmund
SoSe 2014
Master Raumplanung (2008)
Dr.
Rüdiger Andrea