Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Naturnahe Pflanzenverwendung in der Freiraumplanung
In den 1980er Jahren wurden Gedanken zur naturnahen Pflanzenverwendung formuliert, die in Teilen und auf unterschiedliche Weise bis heute in der Landschaftsarchitektur weiter getragen werden. Generell sind diese Einflüsse in der Pflanzenwendung, vor allem in der Pflegeplanung öffentlicher Freiräume aufzuspüren,...
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Jetzt Lernplan erstellenIn den 1980er Jahren wurden Gedanken zur naturnahen Pflanzenverwendung formuliert, die in Teilen und auf unterschiedliche Weise bis heute in der Landschaftsarchitektur weiter getragen werden. Generell sind diese Einflüsse in der Pflanzenwendung, vor allem in der Pflegeplanung öffentlicher Freiräume aufzuspüren, speziell aber auch beispielsweise in der Hausgartenplanung. Die naturnahe Pflanzenverwendung fand bei öffentlichen Freiräumen unter anderem aus ökologischen, ökonomischen und gestalterischen Gründen Anwendung. Praktisch-technische Konsequenzen wie die Mulchmahd von Rasen und Wiesen werden bis heute beibehalten. Beispiele für Spielarten naturnaher Pflanzenverwendung sind in Kassel zum Beispiel in der documenta urbana und der Ökosiedlung am Wasserturm (beide aus den 1980er Jahren) zu finden. Aber auch in der Planung und Pflege anderer städtischer Freiräume sind Elemente naturnaher Pflanzenverwendung nachzuweisen.
Wie sich seit den 1980er Jahren die genannten Freiräume unter dem Einfluss der naturnahen Pflanzenverwendung entwickelt haben, ist in mehrfacher Hinsicht eines der Themen des Projekts. Zum einen werden unter dem Motto der naturnahen Gestaltung eingerichtete Freiräume in ihrem heutigen Zustand betrachtet. Wie hat sich die Vegetation, wie hat sich die Freiraumausstattung entwickelt, welche Pflanzen haben sich halten können etc.? Zum anderen soll betrachtet werden, wie andere, nicht ausdrücklich naturnah ausgestattete Freiräume in Kassel sich entwickelt haben.
Das erarbeitete Wissen soll im Anschluss bzw. parallel genutzt werden, um die Freiräume beispielhaft neu zu planen bzw. weiterzuentwickeln. Die Schwerpunkte werden hierbei auf der Pflanzenverwendung und insbesondere der Pflegeplanung liegen. Welche Formen von Vegetation haben sich bewährt und wie können diese langfristig weiter entwickelt oder verändert werden?
Parallel zum Projekt werden im Projektseminar vertiefend Textquellen aus den 1980er Jahren bzw. vorangegangenen Jahrzehnten studiert und Kurzexkursionen zu ausgewählten Beispielen durchgeführt. Ergänzend wird das Seminar Theorie und Geschichte der Pflanzenverwendung empfohlen, das inhaltlich und anhand vegetationskundlicher Übungen an die Projektinhalte anknüpft.
Vorab empfohlene Literatur:
Hilgenstock, F.; Witt, R. 2003: Das Naturgarten-Baubuch. 215 S. München
Körner, Stefan 2007: Die Naturgartenidee. In: Eisel, Ulrich; Körner, Stefan (Hrsg.): Landschaft in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Band II. Arbeitsberichte des Fachbereiches ASL Heft 166. S. 105-115. Kassel
Körner, Stefan 2009: Nachhaltige Pflanzenverwendung. In: Eisel, Ulrich; Körner, Stefan; Wiersbinski, Norbert (Hrsg.): Landschaft in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Band III, Naturschutz als politisches Handeln. S. 152-172. Arbeitsberichte des Fachbereichs Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Heft 168. Kassel
Schwarz, Urs 1980: Der Naturgarten. 96 S. Frankfurt/Main Spitzer, K. 1980: Wilde Gärten. Die iinformellen Grünanlagen von Loius Le Roy In: Garten und Landschaft 6: 470-477
Trust, H. 1990: Mit der Ökologie in die Grünplanung [zur Ökosiedlung am Wasserturm; A.d.V.]. In: Notizbuch 22 d. Kass. Schule. S. 177-184. Kassel
Witt, R. 2006: Naturgartenidee in den 70ern. In: Taspo Garten Design 2006 (4): 38-41
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2011/12
Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Dr.-Ing.
Bellin Harder Florian Ing