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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Zukunftsland 2 Neue Nachbarn

Im Rahmen des Bachelor-Projektes -Zukunftsland #2 / Neue Nachbarn- werden in Kooperation mit kommunalen Vertretern, lokalen Initiativen und der -Regionale 2016 Agentur- an einer Gemeinde des westlichen Münsterlandes beispielhaft die Effekte des demographischen Wandels untersucht, und in der Folge Szenarien...

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Im Rahmen des Bachelor-Projektes -Zukunftsland #2 / Neue Nachbarn- werden in Kooperation mit kommunalen Vertretern, lokalen Initiativen und der -Regionale 2016 Agentur- an einer Gemeinde des westlichen Münsterlandes beispielhaft die Effekte des demographischen Wandels untersucht, und in der Folge Szenarien für alternative Modelle des gemeinsamen Wohnens in dieser ländlichen Region entwickelt. Ausgangslage Auch in den ländlichen Regionen ist das idealisierte Bild einer Großfamilie, die gemeinsam unter einem Dach lebt, schon lange nicht mehr der Normalfall. Was heute oft romantisch verklärt wird, war schon damals weniger ein harmonisches Zusammenleben der Generationen, als vielmehr eine Produktionsgemeinschaft, in der man zum Zwecke des Überlebens blieb. Einhergehend mit fortlaufenden Veränderungen der Arbeitswelten, verändern sich auch die tradierten Strukturen des Zusammenlebens innerhalb dieser Haus- und Dorfgemeinschaften. Das Problem ist bekannt: Die Kinder sind weg. Das Haus und der Garten sind zu groß. Eigentlich ist man doch noch fit. Ausziehen? Aber auf jeden Fall im Ort bleiben. Freunde. Verwandte. Aber wohin? Was gibt es denn vor Ort für Optionen? Altersheim im Nachbarort. Jetzt? Oder doch in die Stadt ziehen? Hier gibt es doch viel mehr Alternativen. Freunde und Verwandte? Vielleicht kommen die dann ja zu Besuch. Oder doch einfach im eigenen Haus bleiben? Das Haus und der Garten sind zu groß... Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Wie müssten denn (neue) Wohnformen innerhalb einer vornehmend ländlich geprägten Region aussehen, wenn diese das Zusammenleben von mehren Generationen tatsächlich zu einer für alle Beteiligten fruchtbaren Symbiose führen sollen? Eine der wesentlichen Herausforderungen wird es sein, die Anforderungen an solche Modelle nicht nur einseitig aus der Sicht der älteren Generation zu beschreiben. Den zahlreichen Vorteilen für die ältere Generation wie kein -Wohnen im Heim-, barrierefreie Ausstattung der Wohnung, Kontakt zur heranwachsenden Generation stehen andere Nutzungsbedürfnisse der Jüngeren entgegen. Wie müsste also ein Angebot aussehen, das tatsächlich generationsübergreifend einen Mehrwert erzeugt? Das Ziel ist die Entwicklung von Entwürfen, die bekannte Klischees kritisch hinterfragen, und neue, durchaus unkonventionelle Konzepte vorschlagen. Zum Hintergrund: Unter dem Motto -ZukunftsLAND- suchen 35 Städte und Gemeinden und zwei Kreise des westlichen Münsterlandes im Rahmen der Regionale 2016 gemeinsam neue Wege in die Zukunft. -Noch werden im westlichen Münsterland mehr Kinder geboren als im bundesweiten Durchschnitt. Noch gibt es ein lebendiges Ehrenamt, aktive Vereine und funktionierende Nachbarschaften. Der sich abzeichnende demografische Wandel wird diese Verhältnisse jedoch spürbar verändern. Es ist Zeit, Vorsorge für eine älter und kleiner werdende Gesellschaft in unserer Region zu treffen. Wie kann die Bevölkerung des westlichen Münsterlandes auch in Zukunft zuverlässig mit Infrastrukturen, Gütern und Dienstleistungen versorgt werden? Wie können Medizin, Technik, soziale und kulturelle Angebote für alle erreichbar bleiben? (...) Die langen Wege in der Region stellen für alle, die kein Auto fahren können oder dürfen, große Hindernisse dar. Zudem werden dezentrale Angebote wie die Tante-Emma-Läden immer seltener. Das bereitet besonders älteren Menschen zusätzliche Probleme. Steigende Kraftstoffkosten betreffen alle und lassen eine geänderte Sicht auf die Versorgungsstruktur als Notwendigkeit erkennbar werden. Neue Lösungen für Mobilität und Versorgung müssen gefunden werden. Hier kommen die bestehenden Netzwerke von Ehrenamt, Vereinen und Nachbarschaften ins Spiel. (Aus: -Zentrale Themen der Regionale 2016: Daseinsvorsorge sichern-) FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2012/13 Architektur M. A. Günnewig Marc M A