Uni-Kassel
14. März 2017Projektarbeit quot Streifen quot Design textiler Produkte
Der französische Historiker Michel Pastoureau hat mit seinem Buch Des Teufels Tuch, Eine Kulturgeschichte der Streifen und der gestreiften Stoffe (Campus) ein Pflichtlektüre für alle Textildesigner geschrieben. Bezeichnend für die ausserordentliche Qualtität dieses Werkes ist die Tatsache, dass es seit...
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Jetzt Lernplan erstellenDer französische Historiker Michel Pastoureau hat mit seinem Buch Des Teufels Tuch, Eine Kulturgeschichte der Streifen und der gestreiften Stoffe (Campus) ein Pflichtlektüre für alle Textildesigner geschrieben. Bezeichnend für die ausserordentliche Qualtität dieses Werkes ist die Tatsache, dass es seit längerem - wenigstens in der deutschen Übersetzung - vergriffen und nur noch in Bibliotheken auffindbar ist. Die französische Originalausgabe unter dem Titel L`étoffe du diable. Une histoire des rayures et des tissus rayés (bei : Edition de la Fondation Maison des Sciences de l`Homme) kann über den Buchhandel bestellt werden : ISBN 2-7351-0598-9 Der Einstieg in das Projekt Streifen ist die Lektüre des obengenannten Buches und eine kurze, schriftliche Zusammenfassung dessen wichtigster Themen. Der nächste Schritt besteht darin, einen Raum (fotografisch, zeichnerisch und verbal) zu definieren. Dies kann ein ganz realer, privater, öffentlicher, oder aber ein fiktiver Raum sein. Es kann ebenfalls ein Raum sein, den Sie auf einer Abbildung finden. Für diesen Raum soll ein textiles Produkt (z.B. Möbelstoff, Vorhang, Raumteiler, Tapete, Teppich, Tischwäsche, Bettwäsche, etc.) entwickelt werden, welches mittels eines Streifenmusters die Besonderheiten des Raumes hervorhebt oder vertuscht, Irritationen auslöst oder harmonisiert. Die Thematik des gestreiften Stoffes im Raum beinhaltet insbesondere die bewusste Auseinandersetzung mit Struktur und Rhythmus, Farbqualität und Farbquantität, Bewegung und Dreidimensionalität des Stoffes . Es sollen möglichst verschiedene Wirkungen erforscht und erarbeitet und die Grenzen des Banalen, Lanweiligen, Monotonen ebenso wie die Grenzen des Schrillen, Verstörenden und Übersättigten ausgelotet werden.
Kunsthochschule Kassel
Uni Kassel
SS2006
Produktdesign
Bürgin Isabel