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Uni-Kassel
14. März 2017

Projektseminar Design Research Workshop Suface Structures

Eine der faszinierenden Herausforderungen in Architektur und Design liegt darin, am Rechner modellierte FreiformflŠchen konstruktiv zu interpretieren und baulich umzusetzen. Die anfŠngliche Euphorie, die die sich ständig entwickelnden CNC-Fertigungstechnologien als einen Lšsungsansatz zur Fertigung nahezu jeder Form begriffen hat, ist...

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Eine der faszinierenden Herausforderungen in Architektur und Design liegt darin, am Rechner modellierte FreiformflŠchen konstruktiv zu interpretieren und baulich umzusetzen. Die anfŠngliche Euphorie, die die sich ständig entwickelnden CNC-Fertigungstechnologien als einen Lšsungsansatz zur Fertigung nahezu jeder Form begriffen hat, ist dabei allerdings einer leichten Ernüchterung gewichen: Der Preis für individuell ausgeprägte, 3D-gefräste Bau- oder Formteile ist oft kaum zu bezahlen. Deswegen wird zunehmend versucht, komplexe, zweisinnig gekrümmte Flächen über planare Bauteile abzubilden, die günstiger mit 2D-CNC Verfahren hergestellt werden können. Zwei Ansätze in diesem Forschungsgebiet beschäftigen sich damit, aus dem Verhalten einzelner, ähnlicher Bauteile eine Form zu entwickeln oder nachzubilden (Morphogenese) oder man versucht aus der geometrischen Logik (UVN-Paramterraum) einer freien Form planare Elemente abzuleiten. Die Ergebnisse zeichnen sich oft durch ungewähnliche konstruktive Lösungen und eine klare Ästhetik aus. Aufgabenstellung. Jeder der Projektteilnehmer entwickelt, entwirft, erforscht ein System (vereinfacht, konstruktiv) und eine Systematik (logisch, geometrisch), mit der verschiedene Freiformflächen durch planare Bauteile abgebildet werden können. Die Bauteile dürfen dabei aneinandergesetzt, ineinandergesteckt, gefaltet oder gebogen (Eigenspannung, also nicht (!) vorgeformt) sein. Als Fertigungstechnologie soll ausschlie§lich das Laserschneiden eingesetzt werden. Gearbeitet wird abstrakt (ohne konkreten Anwendungsgegenstand wie Hocker, Pavillion, Halle, usw.) und auch ohne Maßstab (jeder Teilnehmer legt eine ungefähre Größenordnung für die Anwendung seines Systems selbst fest). Die Systematik, wie eine Fläche zerlegt wird, ist als detaillierte Anweisung (Kochrezept, Anleitung, Programm) zu beschreiben, als Beweiss dass der entwickelte Ansatz funktioniert und um die solchen Entwurfsansätzen innewohnende Schšnheit zu zeigen, wird er von jedem Teilnehmer auf zwei unterschiedliche Flächen angewandt und modellhaft umgesetzt. Betreuung: Oliver Tessmann, Markus Schein Studiengang: Architektur + Produktdesign Form: Projektseminar / Entwurf (für Sommersemester 2007) Semester: ab 5. Semester Teilnehmerzahl: max. 10 (5 Architektur / 5 Produktdesign) Wer möchte, kann seinen Entwurf im Sommersemester 2007 (als weiteres Projektseminar)betreut fortsetzen. Kunsthochschule Kassel Uni Kassel WS 2006/2007 Produktdesign Dr. Schein Markus