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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Eine Bibel 8211 verschiedene Zugänge und Leseweisen König David

Eine der schillerndsten Figuren der Bibel ist zweifelslos David. In den biblischen Texten wird ein überaus vielschichtiges Portrait von David als Krieger, Sänger, Outlaw, König, scheiternder Vater und alternder Greis gezeichnet. Wie bei kaum einer anderen biblischen Figur werden in...

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Eine der schillerndsten Figuren der Bibel ist zweifelslos David. In den biblischen Texten wird ein überaus vielschichtiges Portrait von David als Krieger, Sänger, Outlaw, König, scheiternder Vater und alternder Greis gezeichnet. Wie bei kaum einer anderen biblischen Figur werden in höchst lebendiger Darstellung die Schwächen und Stärken der Figur geschildert. Es verwundert daher nicht, dass die biblische Figur David in der Rezeptionsgeschichte ein breites Echo gefunden hat. Während die Religionsgemeinschaften die Vorstellungen von David als Auserwählten Gottes (-JHWH war mit ihm-) und Psalmensänger in der Rezeption aufgriffen und dabei diese Darstellung gegenüber der disparaten, biblischen Überlieferung in Einklang zu bringen versuchten, reizten Dichter/innen und Künstler/innen vielmehr die -schwachen- Seiten der biblischen Figur, nämlich die Abgründigkeiten seiner Machtpolitik, seine Beziehung zu Jonathan oder sein Verhältnis zu Frauen wie Michal, Batseba oder Abischag. Ebenso vielseitig, wie das Bild David ist, das die Bibel zeichnet, sind auch die Zugänge, sich dieser Figur zu nähern. Das Seminar baut auf dem biblischen Einführungsmodul auf und möchte exemplarisch an der historischen Person und biblischen Figur Davids ausgewählte Wege der Schriftauslegung vorstellen und einüben. Dabei werden ganz unterschiedliche Zugänge vorgestellt und ein weiter Bogen von der historisch-kritischen Exegese bis zum Bibliodrama gespannt. Je nach Erkenntnisinteresse und Fragestellung ist der eine oder andere Zugang zu bevorzugen. Wer etwas über die Strukturen eines Texts erfahren will, ist mit der literaturwissenschaftlich orientierten Auslegung gut beraten; wer aber identifikatorische Leseprozesse fördern will, für den sind Methoden kreativen Schreibens geeignet. Wer selbst biblisch orientierten Religionsunterricht vorbereitet, wird andere Methoden wählen als diejenigen, die dann im Unterricht ihren Platz haben. Immer wieder soll dabei die Frage mit bedacht werden, in welchem Zusammenhang und mit welchem Interesse die jeweilige Methode zum Einsatz kommen kann und welchen Erkenntnisgewinn sie verspricht. Entsprechend der Zielsetzung des Seminars wird von den Teilnehmer/innen aktive Beteiligung in den Seminarsitzungen und die Bereitschaft zur eigenständigen Erarbeitung und Präsentation von Textauslegungen erwartet. Literatur wird im Seminar bekannt gegeben. Bemerkung Achtung! Das Seminar ist Pflichtbestandteil des Aufbaumoduls AT (M3) für L2-L3-L4-Studierende nach den MPOen 2011 und 2013! Katholische Religion • MPO 2006/2007: L2/M21, L3/31 • MPO 2011: L2/L3/L4 M3 (Aufbaumodul Biblische Theologie AT) • MPO 2013: L2/L3/L4 M3 (Aufbaumodul Biblische Theologie AT) Evangelische Religion • M2.01, M3.01, M4.01 Voraussetzungen Katholische Theologie • MPO 2006 : Erfolgreiche Teilnahme am Seminar -Einführung in die Methoden der Bibelwissenschaften- (AT) ODER -Einführung in die exegetischen Methoden- (NT) • MPO 2011 und MPO 2013 : Abschluss des Basismoduls M1 -Biblische Theologie- Evangelische Theologie • Erfolgreiche Teilnahme am Seminar -Einführung in die Methoden der Bibelwissenschaften- (AT) ODER -Einführung in die exegetischen Methoden- (NT) FB 02 Institut für Katholische Theologie Uni Kassel WiSe 2014/15 Katholische Religion L3 Fischer Andrea