Uni-München
14. März 2017Proseminar Erzählungen des Realismus
Der (poetische) Realismus verschreibt sich weder mimetischem Verismus noch subjektivem Idealismus, vielmehr möchte er -das Wahre- (Theodor Fontane) entbergen – jedoch nicht vermittels der Reproduktion der Wirklichkeit, sondern der Produktion einer -Welt, die von der schaffenden Phantasie vermittelt ist, […]...
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Jetzt Lernplan erstellenDer (poetische) Realismus verschreibt sich weder mimetischem Verismus noch subjektivem Idealismus, vielmehr möchte er -das Wahre- (Theodor Fontane) entbergen – jedoch nicht vermittels der Reproduktion der Wirklichkeit, sondern der Produktion einer -Welt, die von der schaffenden Phantasie vermittelt ist, […] in der der Zusammenhang sichtbarer ist als in der wirklichen- (Otto Ludwig). Literatur wird mithin als Medium der Orientierung und Sinnstiftung begriffen, das die Kontingenz, Oberflächlichkeit und Unordnung der alltagsweltlichen Erfahrung transzendiert und zu den -Tiefenstrukturen des Wirklichen- (Juliane Vogel) vordringen soll. Zu fragen bleibt indes, inwieweit die Erzählliteratur des Realismus jene programmatischen Vorgaben affirmiert, variiert, subvertiert oder gar negiert. Das Seminar möchte deshalb Texte von Adalbert Stifter, Theodor Storm, Gottfried Keller, Theodor Fontane, Conrad Ferdinand Meyer, Wilhelm Raabe etc. sowohl diskurs-, literatur- und kulturgeschichtlich als auch erzähl- und gattungstheoretisch verorten. Ferner ist geplant, unterschiedlichste Aspekte und Motive (Affekte, Ästhetik, Erinnerung, Familie, Historismus, Intermedialität, Körper, Liebe, Medien, Performanz, Phantastik, Raum, Wahrnehmung, Wissen etc.) aus kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren und zu problematisieren.
Erwartet werden die regelmäßige und aktive Teilnahme, ein mindestens basales Interesse an literatur-, kultur- und medientheoretischen Fragestellungen sowie die Bereitschaft zur Übernahme einer Textpräsentation. Zur Vorbereitung auf die Veranstaltung wird die Anfertigung eines Interessensexposés (max. 1 Din A4-Seite) erwartet, das bis 15.08.2014 per E-Mail an Andreas.Katsimardos@lrz.uni-muenchen.de gesendet werden soll.
Die SeminarteilnehmerInnen erhalten zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit eine Lektüreliste. Alle auf jener Liste verzeichneten Texte sind in der Suhrkamp BasisBibliothek und/oder in der Reclam Universal-Bibliothek erschienen. Ich vertraue darauf, dass Sie bereits in der vorlesungsfreien Zeit mit der sorgfältigen Lektüre jener Textauswahl beginnen.
Leistungsnachweis
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
Als Proseminar: B.A.-Hauptfach Germanistik, alle modularisierten Lehrämter Deutsch, B.A./M.A. Berufliche Bildung und B.A. Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie):
Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen). Die Prüfungen werden benotet.
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein.
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
Department I - Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache
Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge:
Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden.
Als Proseminar: B.A.-Hauptfach Germanistik, alle modularisierten Lehrämter Deutsch, B.A./M.A. Berufliche Bildung und B.A. Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie):
Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen). Die Prüfungen werden benotet.
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein.
Wichtig:
Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung.
LMU München
WiSe 1415
Fakultät für Sprach und Literaturwissenschaften