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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Nicolas Stemann inszeniert Elfriede Jelinek Theater analysieren Tögl

In diesem Proseminar werden grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der Analyse von traditionellen dramatischen sowie postdramatischen Theatertexten, also der schriftlichen Basis von szenischen Kunstwerken, sowie von ästhetischen Texten im weiteren Sinn in ihrer spezifischen medialen Form (Szenarien, Drehbücher, Libretti, Partituren,...

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In diesem Proseminar werden grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der Analyse von traditionellen dramatischen sowie postdramatischen Theatertexten, also der schriftlichen Basis von szenischen Kunstwerken, sowie von ästhetischen Texten im weiteren Sinn in ihrer spezifischen medialen Form (Szenarien, Drehbücher, Libretti, Partituren, Choreografien, Bilder etc.) vermittelt. Anhand exemplarischer Beispiele der verschiedenen theatralen Genres (Sprech-, Musik-, Tanztheater, Performance und Film) werden deren dramaturgische und ästhetische Verfahrensweisen untersucht, deren Bestimmung eingeübt und deren Bedeutungsstrukturen resp. Verständnismöglichkeiten erarbeitet. Die Kenntnis der jeweiligen Texte wird bei Beginn des Proseminars vorausgesetzt. Zur Methodik der Dramenanalyse gibt es ein kursübergreifendes Begleit-Tutorium zur Vertiefung, Ergänzung und Übung inkl. gemeinsamer Theaterbesuchen. --------------------------- Nicolas Stemann inszeniert Elfriede Jelinek Wenige Autor/Regisseur-Duos des gegenwärtigen deutschsprachigen Theaters arbeiten so kontinuierlich zusammen wie die österreichische Dramatikern Elfriede Jelinek und der deutsche Regisseur Nicolas Stemann. Wobei -zusammenarbeiten- hier ein durchaus fragwürdiger Begriff ist, schließlich -überlässt- Jelinek ihre Theatertexte gerne völlig dem Theater, ohne weiteren Einfluss auf die Inszenierungen zu nehmen. Dass sie sich dafür seit 2002 immer wieder Nicolas Stemann als künstlerischen Leiter ihrer Uraufführungen oder -Urlesungen- wünscht, hat allerdings System, gilt doch Stemann als einer der Regisseure, die im besten Sinne des Wortes spielerisch an ihre Arbeiten herangehen und den textuellen Vorlagen eine Spielfreude entgegensetzen, die sämtliche Register der theatralen Ausdrucksmöglichkeiten entgegensetzen. Die für April 2016 angekündigte Arbeit Wut dieses -Duos- in den Münchner Kammerspielen, wird nur ein Beispiel von vielen sein, anhand derer die grundlegenden Techniken der Inszenierungsanalyse erläutert und geübt werden sollen. Department Kunstwissenschaften Leistungsnachweis BA Theaterwissenschaft und BA Kunst, Musik, Theater: • Referat (ca. 15 Minuten) • Hausarbeit (9000-12000 Zeichen) 6 ECTS LMU München SoSe 2016 W3 Professur für Theaterwissenschaft Christopher Balme