Uni-Siegen
14. März 2017Remediationen und Transgressionen Von den Künsten des Computerspiel en s
Wenn es richtig ist, dass das Computerspiel das komplexeste Artefakt ist, von dem eine Medienwissenschaft überhaupt handeln kann, dann muss sich deren Kompetenz und Kapazität gerade daran beweisen, ob und wenn ja, wie sie dieses Artefakt analytisch bewältigt. Um den...
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Jetzt Lernplan erstellenWenn es richtig ist, dass das Computerspiel das komplexeste Artefakt ist, von dem eine Medienwissenschaft überhaupt handeln kann, dann muss sich deren Kompetenz und Kapazität gerade daran beweisen, ob und wenn ja, wie sie dieses Artefakt analytisch bewältigt. Um den vielen verschiedenen Modalitäten des Computerspiels - seien es Narrativität oder Audiovisualität, so genannte Interaktivität oder Immersivität, Ergodizität oder Ludizität, um nur einige zu nennen, - und um seiner Potenz, alle diese Modalitäten zu integrieren, gerecht werden zu können, testen die Game Studies gegenwärtig multidisziplinäre und polyperspektivische Zugangsweisen. Hierbei fällt auf, dass eine weitere Modalität des Computerspiels nahezu gänzlich ignoriert wird: seine Bildlichkeit oder Bildhaftigkeit nämlich, seine Ikonizität. Wenn es gelänge - so die auf den ersten Blick atavistisch anmutende Arbeitshypothese des Seminars - das Computerspiel als ein Bildmedium zu beschreiben, dann wäre das analytische Besteck der Game Studies um ein weiteres Instrument zu ergänzen, und zwar um das der Ikonologie - verstanden als eine Theorie von Formen und Inhalten jedweder bildlichen Phänomene über die Grenzen von Epochen und Medien hinweg. Das Seminar schließt an die Veranstaltung -Das Spielen des Bildes. Auf dem Weg zu einer Ikonologie des Computerspiels- an, deren Besuch aber in keinerlei Weise Voraussetzung für die Teilnahme darstellt. Es werden sowohl grundlegende Texte diskutiert wie auch jüngste Games gespielt (bspw. -Batman. Arkham Asylum- (Eidos Interactive 2009) und -Cryostasis. Sleep of Reason- (1C Company 2009)).
Hensel, Thomas, Dr.
Universität Siegen
20101 SoSe 2010
Medien und Gesellschaft, Medien-/Wirtschaftswiss., Master, PO 2007
Medienkultur, Master, PO 2006
Dr.
Beil Benjamin