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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar 8222 Filmclub Alter n im japanischen Film 8220

Den Filmclub bietet das Institut im Sommersemester 2016 in Kooperation mit der Fachschaft Modernes Japan im Wahlpflichtbereich (für BA und MA) an. Wir beschäftigen uns das Semester über mit dem Thema -Alter(n) im japanischen Film- und betrachten dieses aus verschiedenen...

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Den Filmclub bietet das Institut im Sommersemester 2016 in Kooperation mit der Fachschaft Modernes Japan im Wahlpflichtbereich (für BA und MA) an. Wir beschäftigen uns das Semester über mit dem Thema -Alter(n) im japanischen Film- und betrachten dieses aus verschiedenen Blickwinkeln. Der demograhische Wandel, Lebensgestaltung im Alter, Pflege und Demenz sind im gegenwärtigen japanischen Film zunehmend präsent, werden dabei aber nicht immer zwingend als -problembehaftet- dargestellt. Filmemacher reflektieren in ihren Werken die aktuelle gesellschaftliche Situation, versuchen aber auch neue Perspektiven zu eröffnen und die Vielfalt des individuellen Lebens älterer Menschen in Japan aufzuzeigen. Nach einer allgemeinen Einführung gibt es Termine mit verschiedenen Dozierenden unseres Instituts, die jeweils einen Film vorführen und mit den Studierenden diskutieren. Alle am Seminar beteiligten Studierenden schreiben außerdem je einen Blogartikel zum Thema des Seminars. Das Programm im Überblick: 3. Mai 2016: Einführung in das Thema und Verteilung der BN-Aufgaben Elisabeth Scherer, Imke Schmidt 17. Mai 2016 Kôkotsu no hito (-The Twilight years-), 1973, 102 Min. Regie: Toyoda Shirô Präsentiert von Shingo Shimada Toyoda Shir rückte in dem Film Kkotsu no hito, einer Verfilmung des ein Jahr zuvor erschienenen gleichnamigen Romans von Ariyoshi Sawako, erstmals eine demente Person ins Zentrum der Handlung. Ariyoshis Roman, der in Japan zu einem Bestseller wurde, schildert die Situation einer Frau, die sich um ihren schwer dementen Schwiegervater kümmern muss und dabei weitgehend allein gelassen wird. Der Film zeigt, wie die Hauptfigur Akiko mit zahlreichen Schwierigkeiten kämpft, aber dennoch eine enge Beziehung zu ihrem Schwiegervater entwickelt. 31. Mai 2016 Yurisai (-Lily Festival-), 2001, 100 Min. Regie: Hamano Sachi Präsentiert von Elisabeth Scherer Yurisai basiert auf einem Roman von Momotani Hôko und ist eine liebenswerte Komödie über Liebe und Sex im Alter. In ein Wohnhaus, in dem sieben Frauen zwischen 69 und 91 wohnen, zieht der 75-jährige attraktive Herr Miyoshi ein, der sofort beginnt, die alten Damen zu charmieren. Alleinstehende Männer in dieser Altersgruppe sind rar und bald beginnt eine kleine sexuelle Revolution unter den Frauen. (Text: Arsenal Institut für Film und Videokunst) 14. Juni 2016 Saga no gabai baachan (-Die super Oma aus Saga-), 2006, 104 Min. Regie: Hitoshi Kurauchi Präsentiert von Imke Schmidt Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers des Comedians Shimada Yoshichi spielt Ende der 1950er Jahre und erzählt die Geschichte von Akihiro, der bei seiner Großmutter in einem Dorf im südlichen Japan leben muss. Während Akihiro anfangs noch widerwillig und trotzig auf den Aufenthalt reagiert, wird der Zuschauer schnell von der liebevollen Art der Großmutter berührt. Acht Jahre verbringt der Junge bei seiner -gabai- (-super-) Großmutter und lernt durch ihre positive und resolute Art, auch in schweren Zeiten niemals aufzugeben. 28. Juni 2016 Robo-Jî (-Robo-G-), 2012, 111 Min. Regie: Yaguchi Shinobu Präsentiert von Bastian Nonnenberg Für Waschmaschinen-Ingenieure ist es nicht gerade eine einfache Aufgabe, einen Roboter zu erfinden. Aber wer lässt sich da gleich entmutigen? Ein erster Fehlschlag lässt die drei Helden von Shinobu Yaguchis ROBO-G kreativ werden, und prompt landet ein resoluter Rentner in skurriler Kostümierung mitten auf einer Robotermesse. Natürlich ist das erst der Anfang. Der Größenwahn japanischer Komödien trifft hier auf waschechtes Understatement und eine Handvoll Figuren, die kaum liebenswerter sein könnten. Clever ist der Film übrigens auch, das gehört sich schließlich so für einen Film über künstliche Intelligenz. (Text: Nippon Connection Filmfestival) 12. Juli 2016 Pekorosu no haha ni ai ni iku (-Pecoross’ Mother and her Days-), 2013, 113 Min. Regie: Morisaki Azuma Präsentiert von Christian Tagsold Yûichi, Mitte fünfzig, geschieden, lebt mit seinem Sohn und seiner Mutter in Nagasaki. Mit seinem Glatzköpfchen sieht er aus wie eine kleine Zwiebel. Seine Hobbies sind Manga zeichnen und Banjo spielen. Er bringt es nicht übers Herz, seine an Demenz erkrankte Mutter in ein Heim zu bringen, aber eines Tages geht es doch nicht mehr anders. Eine warmherzige Familienkomödie, die auch ernste Zwischentöne zulässt und auf sympathische Weise ein Thema aufnimmt, das für die alternde japanische Gesellschaft immer relevanter wird. In Japan war der Film ein absoluter Publikumsliebling – nicht nur die renommierte Filmzeitschrift Kinema Junpô setzte ihn in ihrer Liste der besten Filme des Jahres 2013 auf Platz eins. (Text: Nippon Connection Filmfestival) Schmidt, Imke Universität Düsseldorf SoSe 2016 Scherer Elisabeth