Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Antiker Fernhandel
Mit der Entstehung des Principats erlebte der Fernhandel einen enormen Aufschwung. Die Seewege waren sicherer und durch den neuen Frieden im ganzen Imperium stieg die Nachfrage nach den Produkten aus den Provinzen und den fernen Regionen des Erdkreises. Zu den...
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Jetzt Lernplan erstellenMit der Entstehung des Principats erlebte der Fernhandel einen enormen Aufschwung. Die Seewege waren sicherer und durch den neuen Frieden im ganzen Imperium stieg die Nachfrage nach den Produkten aus den Provinzen und den fernen Regionen des Erdkreises. Zu den nachgefragten Produkten gehörten hauptsächlich Getreide, das in großen Mengen aus Ägypten und Nordafrika nach Rom geschifft wurde, sowie Wein und Öl aus Griechenland und Spanien. Aus den Gebieten nördlich der Alpen kamen Sklaven, aber auch Tierfelle und häute, sowie Bernstein. Neben Lebensmitteln wurden auch Luxusgüter nachgefragt. Über Alexandria gelangten exotische Waren aus Indien, Arabien und dem Inneren Afrikas in das Imperium Romanum. Es handelte sich dabei um Seide, Gewürze, edle Steine und allerlei Räucherwerk, aber auch wilde Tiere für die Römischen Spiele. Der Fernhandel wurde hauptsächlich zur See abgewickelt, wodurch die Hafenstädte zu Wirtschaftszentren mit überregionaler Bedeutung wurden. Der Aufschwung des Seehandels zeigt sich im Bau des Hafens bei Ostia unter Claudius. Neben dem Seehandel gab es auch Fernhandelsstraßen zu Lande, wie beispielsweise die Seidenstraße und Weihrauchstraße oder die Bernsteinstraße. Aus dem großen Warenangebot, dass im 1. und 2. Jh. In Rom zu finden war, entwickelten sich neue und sehr spezialisierte Berufsgruppen. Viele von ihnen verarbeiteten die Rohstoffe, die durch den Fernhandel nach Rom gelangten. Die Händler selbst sind nur schwer zu fassen. Es handelte sich meist um Freigelassene, aber auch um Sklaven im Auftrag ihres wohlhabenden Herrn.
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FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Uni Kassel
WS 2007/2008
Geschichte
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Hansemann Wenske Julia