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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar FLUXUS und die Rolle der Galerien und Galeristen als Umschlagplatz für neue Tendenzen

Unter den Titel -Fluxus- faßt man die erste wirklich internationale Avantgarde-Bewegung oder auch -die radikalste, experimentellste Kunstbewegung des 20ten Jahrhunderts-. Fluxus begann in den frühen 60er Jahren als der Litauer George Maciunas (1931-1978), der in New York und später in...

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Unter den Titel -Fluxus- faßt man die erste wirklich internationale Avantgarde-Bewegung oder auch -die radikalste, experimentellste Kunstbewegung des 20ten Jahrhunderts-. Fluxus begann in den frühen 60er Jahren als der Litauer George Maciunas (1931-1978), der in New York und später in Pittsburgh Kunst, Graphik und Architektur studiert hatte, eine Gruppe von Künstlern und Komponisten dazu brachte, wirklich zusammen zu arbeiten und dadurch zum ersten Mal zugleich die Kooperation von amerikanischen, europäischen und osteuropäischen Künstlern aktiv zu vermitteln. Man verstand sich nunmehr als weltweit agierende globale Bewegung, die von einem Künstlerkollektiv getragen wurde. Der Begriff -Fluxus- wurde von Maciunas bewußt mit Blick auf seine medizinische negative Konnotation gewählt. Maciunas reiste durch Europa und initiierte auch in Deutschland die erste Fluxus-Performance. Das FESTUM FLUXORUM FLUXUS - Das instrumentale Theater fand im Februar 1963 ein internationales Ereignis an der Kunstakademie in Düsseldorf statt, organisiert u.a. von Joseph Beuys. Entscheidend war die Auflösung des traditionellen Werkbegriffes, indem verschiedene Medien wie auch Theater und Musik, aber auch Printmedien nun zusammengeführt wurden. Das Werk als Objekt wurde dadurch ad acta gelegt und zugunsten einer ephemeren und performativen künstlerischen Praxis auflöst. Nicht zufällig entstand im Soge der Fluxus-Bewegung die Videokunst und auch die Fotographie emanzipierte sich weiter als künstlerisches Medium. Ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen des Fluxus-Manifests (1963) ist es nun interessant, dies und seine Rezeption kritisch zu interpretieren und seine Bedeutung in der Kunstgeschichte zu analysieren. Untersucht werden auch die spezifischen Phasen der Bewegung und deren Variationen in den verschiedenen Ländern sowie die wichtigsten künstlerischen Persönlichkeiten. Betrachtet werden die verwendeten Ausdrucksmittel und die Rolle, die Galerien in der Verbreitung und für das Überleben einer Kunst spielten, die per definitionem anti-kommerziell sein sollte. Hans Belting, das unsichtbare Meisterwerk: die modernen Mythen der Kunst, München 1998, S. 455-457 (= Online) - Karsten Arnold (Autor), Günter Herzog et al.: sediment. Mitteilungen zur Geschichte des Kunsthandels / Wolf Vostell. auf Straßen und Plätzen durch die Galerien: Mitteilungen zur Geschichte des Kunsthandels ZADIK: HEFT 14/2007. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 2007, ISBN 978-3-939738-61-9. - Online: Thomas Dreher: -Après John Cage-: Zeit in der Kunst der sechziger Jahre - von Fluxus-Events zu interaktiven Multi-Monitor-Installationen (PDF-Datei; 3,37 MB); Block, René, Hrsg., 1962 Wiesbaden Fluxus, 1982. Eine kleine Geschichte von Fluxus in drei Teilen, Harlekin Art, Berliner Künstlerprogramm des DAAD, Berlin 1983; Daniels, Dieter, Hrsg., Fluxus - Ein Nachruf zu Lebzeiten, Kunstforum International, Vol. 115 (special issue), 1991 September-October. Bemerkung Dienstag, 28.06.: Einführung - Kontextualisierung der Fluxus- Bewegung – Entwicklungslinien seit Beginn des 20.Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre _____________________________________________________________________ WICHTIG: Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind ab dem Sommersemester teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig. Diese ist im Zeitraum vom 14.3.11 bis einschließlich 6.4.11 möglich. Ohne eine rechtzeitige Anmeldung und eine entsprechende Platzbestätigung, welche bis zum 10.4.11 erfolgt, ist eine Teilnahme an den Seminaren nicht möglich. Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten. Die Anmeldung ist nur gültig, wenn die besonderen Teilnahmebedingungen laut Veranstaltungsbeschreibung beachtet werden. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird! Voraussetzungen Voraussetzung sind Englischkenntnisse. Die Übernahme eines Referates zu einem Werk der Bewegung als Vorbereitung ist verpflichtend; eine Liste wird nach der Anmeldung zugesandt; die Referate müssen bis 10.6. zugemailt werden, um den Ablauf des Projektes koordinieren zu können. Kunsthochschule Kassel Voraussetzung sind Englischkenntnisse. Die Übernahme eines Referates zu einem Werk der Bewegung als Vorbereitung ist verpflichtend; eine Liste wird nach der Anmeldung zugesandt; die Referate müssen bis 10.6. zugemailt werden, um den Ablauf des Projektes koordinieren zu können. Uni Kassel SoSe 2011 Kunstwissenschaft Dr. Kaiser Linda