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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Konzepte der Werteerziehung Tierschutz in Erziehung Schule und Unterricht Service Learning Seminar ESL Modul 3.3 C2

Bemühungen, Kinder zu einem respektvollen Umgang mit Tieren zu erziehen, sind in der Pädagogik keineswegs neu. Selbst der Gedanke, Kinder von vornherein als Vegetarier aufwachsen zu lassen, da dies der natürlichen, ursprünglichen Nahrung des Menschen entspreche, findet sich in der...

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Bemühungen, Kinder zu einem respektvollen Umgang mit Tieren zu erziehen, sind in der Pädagogik keineswegs neu. Selbst der Gedanke, Kinder von vornherein als Vegetarier aufwachsen zu lassen, da dies der natürlichen, ursprünglichen Nahrung des Menschen entspreche, findet sich in der pädagogischen Literatur wieder, angefangen bei Jean Jacques Rousseau (1712-1778), genauer: im zweiten Buch seines Werkes Emil oder Über die Erziehung, das 1762 erstmals erschien. Im Februar 1844 gab Eduard Waldau das zweite Heftchen der Erzählungen für die Jugend zur Veredelung desHerzens zunächst aber zur Verhütung der Tierquälerei heraus. Nur ein Jahr später erschien Der Struwwelpeter, ein Kinderbuch von Heinrich Hoffmann, zum ersten Mal; im Jahre 1876 folgte bereits die 100. Auflage. In diesem Buch enthalten ist Die Geschichte vom bösen Friederich, welche jene Besorgnis zum Ausdruck bringt, dass rohes und grausames Verhalten gegen Tiere sich auch auf das Verhalten gegenüber Menschen übertrage. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab der Deutsche Lehrer-Tierschutz-Verein die Zeitschrift Der junge Tierschützer und in Kooperation mit dem Berliner Tierschutz-Verein den Tierschutzkalender heraus. Einzelne Pädagogen verfassten zudem Manifeste und Schriften gegen die Tierquälterei bzw. bür einen respektvollen Umgang mit Tieren, z.B. Julius Woeniger, Der Tierschutz in der Schule (1879), F.A. Garbs, Schule und Tierschutz (1883), Hans F. Bubbe, Tierschutz und Schule. Ein Mahnruf an die Kollegen (1998) oder Johannes Klewitz (1917): Tierschutz und Schule, in: Deutsches Philologen-Blatt. Korrespondenz-Blatt für den akademisch gebildeten Lehrerstand. Kaum bekannt ist die in den fünfziger Jahren von Mathilde Rempis-Nast in Stuttgart-Degerloch gegründete und von ihr geleitete Kinder-Tierschutz-Schule. Das Seminar wird sich zum einen intensiv mit den historischen Quellen, aber auch mit den aktuellen und - vornehmlich in Österreich - erprobten Ansätzen und Konzepten eines -Tierschutzunterrichts- kritisch auseinandersetzen. Nicht zuletzt soll vor dem Hintergrund der aktuell geführten Tierrechtsdebatte auch das Thema Menschenrechte (im Unterricht) seinen Platz finden. LiteraturProbst, Charlotte: Tierschutz im Unterricht - Praktizierte Ethik. Graz, 3. Aufl. 1997 (Neuauflage 2006?) Schiller, Anke: Tierschutz (Praktischer Unterricht Biologie). (Hrsg.: Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz, Berlin) Stuttgart u.a.: Klett, 2001 Voraussetzungen Abgeschlossenes Grundstudium Probst, Charlotte: Tierschutz im Unterricht - Praktizierte Ethik. Graz, 3. Aufl. 1997 (Neuauflage 2006?) Schiller, Anke: Tierschutz (Praktischer Unterricht Biologie). (Hrsg.: Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz, Berlin) Stuttgart u.a.: Klett, 2001 Voraussetzungen Abgeschlossenes Grundstudium Bildungswissenschaften Abgeschlossenes Grundstudium Universität Duisburg-Essen SS 2009 UP, Unterrichtsfach Pädagogik Dipl. Päd. Schwarz Thomas Päd