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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Künstlerische Freiheit und soziale Norm Theodor W Adorno Horkheimer Marcuse

Künstlerische Freiheit und soziale Norm: Theodor W. Adorno/Horkheimer/Marcuse Se Do 16.00-18.00 Uhr (Beginn 18.04.) R12 R02 A87 HS (Kunst Lehramt; Module: Kunstwissenschaft, Ästhetik, Medien; Kunst u. Gesellschaft), MA Kunst und Designwissenschaft, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse, deren...

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Künstlerische Freiheit und soziale Norm: Theodor W. Adorno/Horkheimer/Marcuse Se Do 16.00-18.00 Uhr (Beginn 18.04.) R12 R02 A87 HS (Kunst Lehramt; Module: Kunstwissenschaft, Ästhetik, Medien; Kunst u. Gesellschaft), MA Kunst und Designwissenschaft, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Herbert Marcuse, deren durch Hegel geprägtes, undogmatisch marxistisches Denken als -Kritische Theorie- bekannt wurde, sind die wichtigsten Vertreter der so genannten Frankfurter Schule der Soziologie. Im Unterschied zur stark empirisch ausgerichteten -Kölner Schule- (König, Silbermann), hielten sie in der Tradition des deutschen Idealismus an dem Gedanken fest, dass die einer autonomen Kunst innewohnenden Potentiale sich komplementär zu Verdinglichung und Entfremdung in einer verwalteten Welt verhalten. In einer gewissen Analogie zu den Programmen der künstlerischen Avantgarde galt ihr Misstrauen daher einer Kunst, deren Legitimation in Abhängigkeit zu den Kriterien des Massengeschmacks stand. Während Horkheimer sich in seiner skeptischen Haltung auf Schopenhauer beruft, bezieht Adorno eine radikale produktionsästhetische Position, welche nur das hermetische, jeder Funktionalisierung widerstehende Kunstwerk akzeptieren will. Herbert Marcuse stellt allen politkünstlerischen, vordergründig -sozialkritischen- Ambitionen ebenfalls die ästhetischen Positionen des Formalismus entgegen, glaubt in seinen letzten Lebensjahren jedoch, die Auflösung von Werkkategorien in den Performanzen der Protestbewegung zu erkennen. Ihre Kritik der Massenkunst haben Horkheimer und Adorno 1942 in dem Essay -Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug- formuliert. Dieser Text, enthalten in der Essaysammlung -Dialektik der Aufklärung- bildet den Schwer-punkt des Seminars. Er wird ergänzt durch weitere Aufsätze aus der -Dialektik der Aufklärung- sowie durch Exkurse in Adornos -Ästhetik- und Horkheimers -Kritische Theorie-. Von Herbert Marcuse steht auf dem Programm u. a. -Kritik des Hedonismus. Studienleistungen: 2 Credits: Kurzreferat und Ausarbeitung (5-8 Seiten) 4 Credits: Kurzreferat und Ausarbeitung (16-20 Seiten) Literatur ab 15.03. im Semesterapparat Nr. 127: Adorno/Horkheimer/Marcuse Passwort: Kunst Institut für Kunst und Kunstwissenschaft Universität Duisburg-Essen SoSe 2013 LA Ba Kunst HRGe, Kunst im Bachelor-Studiengang mit Lehramtsoption Haupt-, Real-, Gesamtschule Professor Hein Peter Ulrich