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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar Leben als letzter Grund eine Einführung in die Lebensphilosophie

Der an der Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert entstandene Begriff der -Kulturphilosophie- – , der ursprünglich eine von Rudolf Christoph Eucken (1846-1926) konzipierte Philosophie bezeichnet, die sich als Gegenpol zur -Scheinkultur industrieller Zivilisation- versteht, – umfasst bereits in der ersten...

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Der an der Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert entstandene Begriff der -Kulturphilosophie- – , der ursprünglich eine von Rudolf Christoph Eucken (1846-1926) konzipierte Philosophie bezeichnet, die sich als Gegenpol zur -Scheinkultur industrieller Zivilisation- versteht, – umfasst bereits in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts wie auch in den nachfolgenden Jahrzehnten ein sehr breites Spektrum unterschiedlichster und teils absolut divergenter Konzepte, die – im Sinne einer Einführung in die Kulturphilosophie – Gegenstand dieses Seminars sind. Nach einer Einführung in die Entstehungsbedingungen und die Entwicklung der Kulturphilosophie, welche historisch betrachtet als die Wissenschaft vom Wissen um die Kultur, systematisch betrachtet als die Wissenschaft von der menschlichen Lebens- und Kulturwelt aufzufassen ist, werden – anhand ausgewählter Texte der jeweiligen Denker – vier Themenfelder erörtert: KULTURPHILOSOPHIE (1) als Gegenpol zur Scheinkultur industrieller Zivilisation (Rudolf Christoph EUCKEN,1846-1926), (2) als Wissenschaftslehre der Kulturwissenschaften, d.h. Kulturphilosophie (2.1) als -Kulturwissenschaft- (Wilhelm WINDELBAND, 1848-1915), (2.2) als -Philosophie der Kultur- (Heinrich RICKERT, 1863-1936) und (2.3) als -Philosophie der symbolischen Formen- (Ernst CASSIRER 1874-1945); (3) als Kulturanthropologie, der zufolge Kultur (3.1) als notwendiger Fortgang zur Humanität (Johann Gottfried HERDER, 1744-1802), (3.2) als Sublimationsprozess der Person (Max SCHELER, 1874-1928) und (3.3) als - ‚Nest’, das der Mensch in die Natur baut- (Arnold GEHLEN, 1904-1976) aufgefasst wird sowie (4) als Kulturkritik, der zufolge Kulturphilosophie (4.1) -Allgemeine Morphologie der Weltgeschichte- (Oswald SPENGLER 1880-1936), (4.2) -universalhistorische Kulturanalyse- (Arnold Joseph TOYNBEE, 1889-1975) und (4.3) -Philosophische Kultur- (Georg SIMMEL, 1858-1918) ist. Die in dieser Veranstaltung behandelten Texte (vgl. Seminarablaufplan/wird nach erfolgter Anmeldung zugemailt) können aus dem Seminar-Reader, der sich (ab Anfang April 2016) im Seminar-Ordner zu dieser Veranstaltung in der Fachbibliothek Philosophie (Geb.23.21/03) befindet, kopiert werden. Meine elektronischen Sitzungspaper zur Thematik der einzelnen Sitzungen werden allen angemeldeten Teilnehmern zu den jeweiligen Sitzungen zugemailt werden. Leistungsnachweis In dieser Veranstaltung kann von allen Studierenden ein Beteiligungsnachweis (2 Credit Points) mittels Verfassung eines Essays erworben werden. Mittels Verfassung einer Hausarbeit kann von Studierenden des Kern- wie des Ergänzungsfachs (B.A.-PrO 2011 & 2013) eine Abschlussprüfung (6 Credit Points) zum BWPM Gegenwart (KF 1680/EF 2680) und von Studierenden des Kernfachs zum BWM Kulturphilosophie (PrO 2011) bzw. zum BWM Anthropologie/Kulturphilosophie (PrO 2013) (KF 1655) absolviert werden (Anmeldefrist: 24. Juni 2016). Die erfolgreiche Absolvierung einer Abschlussprüfung schließt in dieser Veranstaltung bereits den Beteiligungsnachweis mit ein, für den somit keine gesonderte Leistung erbracht werden muss. Philosophie (BA, PO 2011) Ergänzungsfach In dieser Veranstaltung kann von allen Studierenden ein Beteiligungsnachweis (2 Credit Points) mittels Verfassung eines Essays erworben werden. Mittels Verfassung einer Hausarbeit kann von Studierenden des Kern- wie des Ergänzungsfachs (B.A.-PrO 2011 & 2013) eine Abschlussprüfung (6 Credit Points) zum BWPM Gegenwart (KF 1680/EF 2680) und von Studierenden des Kernfachs zum BWM Kulturphilosophie (PrO 2011) bzw. zum BWM Anthropologie/Kulturphilosophie (PrO 2013) (KF 1655) absolviert werden (Anmeldefrist: 24. Juni 2016). Die erfolgreiche Absolvierung einer Abschlussprüfung schließt in dieser Veranstaltung bereits den Beteiligungsnachweis mit ein, für den somit keine gesonderte Leistung erbracht werden muss. Universität Düsseldorf SoSe 2017 Dr. Hinke Dörnemann Ulrike