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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Mythos Mittelalter und Ruinenromantik Zu Rezeption und Vermittlung der Ästhetik der Ruine in Text und Bild Il faut ruiner un palais pour en faire un objet d 8217 intérêt Diderot

Nein, die legendären Ritter, kampfesmutig und hoch zu Ross, waren nie auf der malerischen Löwenburg mitten im Bergpark Wilhelmshöhe, die für 28,15 Millionen Euro restauriert werden soll. Der Planungsprozess dafür läuft noch. -Die Wahrnehmung der Löwenburg wird sich verändern-, ist...

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Nein, die legendären Ritter, kampfesmutig und hoch zu Ross, waren nie auf der malerischen Löwenburg mitten im Bergpark Wilhelmshöhe, die für 28,15 Millionen Euro restauriert werden soll. Der Planungsprozess dafür läuft noch. -Die Wahrnehmung der Löwenburg wird sich verändern-, ist sich Architektin Astrid Schlegel sicher, denn momentan sei für den Besucher nicht klar zu erkennen, was an der Ruinenromantik bewusst ruinös und was die Folge echter Zerstörung oder Verwitterung sei. Da setzt unsere Vermittlungsarbeit des Seminars an. Wie Hartmut Boehme feststellte: -Die Ruine zeigt eine prekäre Balance von erhaltener Form und Verfall, von Natur und Geschichte, Gewalt und Frieden, Erinnerung und Gegenwart, Trauer und Erlösungssehnsucht, wie sie von keinem intakten Bauwerk oder Kunstobjekt erreicht wird.- Daher gilt es zunächst, sich einen Einblick in die Haltung und das Vorwissen solcher Auftraggeber und Architekten zu verschaffen, auch zu fragen, welches Ruinenverständnis durch die vorangehenden Jahrhunderte hindurch erkennbar ist. [Siehe dazu Liste der Referate und Hausarbeiten zu vergleichbaren Ansätzen/Bauvorhaben besonders im 18. Jahrhundert] Das Seminar arbeitet nach einer Einführungsphase mit Referaten in zwei Sitzungen in einem intensiven Workshop gemeinsam mit Studenten der Germanistik darauf hin, am 4. Juni vor Ort in mehreren kleinen Veranstaltungen den Hintergrund zur Geschichte, Rezeption und ästhetischer Einschätzung einer künstlichen Ruine heute einem breiten Publikum zu vermitteln. Das erforderliche Wissen gilt es daher, sich schon bis 19.4.und 26.4. in Kurzreferaten anzueignen, zu präsentieren und anschließend überzeugend auch für fachfremde Zuhörer aufzubereiten. Diese Wissensanwendung und -vermittlung zu erproben, ist ebenso Teil des Seminars wie auch die Präsentation und Präsenz auf der Löwenburg am 4.6.2011. Daher ist auch der Besuch des begleitenden, arbeitsintensiven Tutoriums bis Mitte Juni verpflichtend. Grundlegend: Bestandskatalog der Architekturzeichnungern des 17. - 20. Jh. in der Graphischen Sammlung der MHK, hrsg. v. Michael Eisenhauer: http://212.202.143.131/dfg/museumkassel/home.jsp [21.04.10] Dötsch, Anja, Die Löwenburg im Schlosspark Kassel-Wilhelmshöhe: eine künstliche Ruine des späten 18. Jahrhundert, 2 Bde, Regensburg 2006 (Studien zum Kulturerbe in Hessen, 3) BB8: 75 Kun 61 SCHNE; diess., Die Löwenburg im Schlosspark Kassel-Wilhelmshöhe: eine künstliche Ruine des späten 18. Jahrhundert, 2 Bde, Dortmund Univ. Diss. 2005 E-Source: http://eldorado.tu-dortmund.de:8080/handle/2003/22264 - [21.04.10] Bemerkung _____________________________________________________________________ WICHTIG: Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind ab dem Sommersemester teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig. Diese ist im Zeitraum vom 14.3.11 bis einschließlich 6.4.11 möglich. Ohne eine rechtzeitige Anmeldung und eine entsprechende Platzbestätigung, welche bis zum 10.4.11 erfolgt, ist eine Teilnahme an den Seminaren nicht möglich. Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten. Die Anmeldung ist nur gültig, wenn die besonderen Teilnahmebedingungen laut Veranstaltungsbeschreibung beachtet werden. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird! _____________________________________________________________________ Anmeldung per E-Mail sitt@uni-kassel.de - Begrenzte Teilnehmerzahl: max 20 KUWIS (da gemeinsam mit Germanistik) Module: Module: XI und XII; Theorien der Geschichtsschreibung und der ästhetischen Erfahrung und Rezeptionstheorien als integraler Bestandteil der Lehre. Beginn 19.04.11, 16h00; 26.04.(Angabe folgt) -- Workshop 29./30. 04. 2011 (Besuch verpflichtend) - Tutorium 2 Std wöchentlich bis 14.06.11 einschließlich (Besuch verpflichtend) FORMALES Ziel: Recherchen präsentieren, um die das Seminar abschließende Beschäftigung mit der Kasseler Löwenburg als ein Beispiel des späten 18. Jhdts zu untermauern Kunsthochschule Kassel Uni Kassel SoSe 2011 Kunstwissenschaft Prof. Dr. Sitt Martina