Uni-Essen
14. März 2017Seminar Nicht mehr mitmachen wollen Protest Widerstand und Revolte an aktuellen und historischen Beispielen
Das Jahr 2011 ist geprägt von vielfältigen Formen sozialen Protestes: der Demokratiebewegung in Tunesien und Ägypten; den Protesten gegen fehlende berufliche Lebensperspektiven in Spanien und Israel; den spontanen Gewaltausbrüchen in London oder in Paris einige Jahre zuvor; lokalen Bürgerbewegungen wie...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Jahr 2011 ist geprägt von vielfältigen Formen sozialen Protestes: der Demokratiebewegung in Tunesien und Ägypten; den Protesten gegen fehlende berufliche Lebensperspektiven in Spanien und Israel; den spontanen Gewaltausbrüchen in London oder in Paris einige Jahre zuvor; lokalen Bürgerbewegungen wie der gegen den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs; und parallel die dauerhaften Formen Protestbewegungen, beispielsweise gegen die Nutzung von Atomkraft oder die globalisierungskritischen Protestbewegungen.
Solche Protestbewegungen sind relativ neue Formen des Protestes. Das heißt jedoch nicht, dass Protest an sich ein neues Phänomen wäre. Aufbegehren und Widerstand finden sich auch in den bäuerlichen Gesellschaften der Frühen Neuzeit, und seit der Amerikanischen und der Französischen Revolution ist der Typus -Revolution-, des kompletten Umsturzes, in der Welt.
Es ändern sich nicht nur die Themen, Anlässe und Ziele von Aufbegehren und Protest, sondern auch die sozialen Trägergruppen, die Protestformen und die Ziele. In den Art des Protestes spiegelt sich nicht nur der aktuelle Anlass, sondern auch die Strukturen der jeweiligen Gesellschaft. Sie sind abhängig von der jeweiligen Form der Öffentlichkeit und den verfügbaren Medien, die diese Öffentlichkeit ermöglichen. Das gilt für die neuartige Medientechnologie -Flugblätter- nicht anders als für das Fernsehen oder Mobiltelefone und das Internet.
Im Seminar sollen zunächst gemeinsam einige Grundbegriffe der Forschung zu Protestformen und sozialen Bewegungen erarbeitet werden. Während dieser Zeit ist Gelegenheit, um sich in Arbeitsgruppen intensiver mit Beispielen für Protest zu befassen, die dann im zweiten Teil des Seminars vorgestellt werden.
Informationen und Literaturhinweise finden sich ab Anfang Oktober in Moodle; das Zugangskennwort erhalten Sie im Seminar.
Gesellschaftswissenschaften
Universität Duisburg-Essen
WS 2011/12
LA-Sowi, Lehrämter Sozialwissenschaften (E)
Gesellschaftswissenschaften