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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Ökologie und Widerstand postkoloniale und feministische Zugänge

Ökologie und Widerstand: postkoloniale und feministische Zugänge -Dem Urwald ist es doch egal, von wem er abgeholzt wird.- Tatsächlich geht es bei Umweltkonflikten um weit mehr als nur um die zynische Bilanzierung eines menschengemachten ökologischen Desasters. Wenn Konflikte z.B. um...

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Ökologie und Widerstand: postkoloniale und feministische Zugänge -Dem Urwald ist es doch egal, von wem er abgeholzt wird.- Tatsächlich geht es bei Umweltkonflikten um weit mehr als nur um die zynische Bilanzierung eines menschengemachten ökologischen Desasters. Wenn Konflikte z.B. um den Bau von Staudämmen oder Windkraftwerken eskalieren, Urwald für Palmölplantagen weichen muss, oder Kleinbäuerinnen und –bauern von ihrem Land vertrieben und zur Arbeit in internationalen Waldschutzprojekten verpflichtet werden, hat dies nicht nur eine ökologische Dimension, sondern berührt gleichermaßen soziales Zusammenleben, postkoloniale Machtgefüge und Geschlechterverhältnisse. Um solche Konflikte und die darin enthaltenen Perspektiven angemessen zu bearbeiten, bedarf es daher theoretischer Ansätze, die das Verhältnis zwischen Natur und Gesellschaft in seiner engen Verwobenheit fassen, und nicht allein technokratische und funktionalistische Lösungen anstreben. Dies gilt noch viel mehr, wenn es sich um Konflikte handelt, die sich in postkolonialen Räumen ereignen und eine Vielzahl von Bewegungsakteur_innen involvieren. Im Seminar werden einige theoretische Zugänge vermittelt: Sozialökologie, Umweltgerechtigkeit (environmental justice), feministische und postkoloniale Perspektiven, aber auch Debatten um Post-Development bieten ein analytisches Repertoire. Empirisch betrachten wir bspw. Konflikte und Widerstandsaktivitäten um Nationalparks und lokale Bevölkerung; Perspektiven aus dem -globalen Süden- in der internationalen Klimapolitik; Umweltmigration und Klimaflucht. Ort und Zeit: Do, 12-14 Uhr, Nora-Platiel 6 - Raum 0211 Scheinanforderungen (6CP): Aktive und regelmäßige Teilnahme; Lesen der Seminarlektüre Kleinere Präsentationen, Kurz(!)referate, Diskussionsleitung Hausarbeit; Abgabe bis 31.10.2015 FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel SoSe 2015 Soziologie HF Politik und Wirtschaft Zweitfach Dr. Müller Franziska