Uni-München
14. März 2017Seminar Poetologisches Erzählen A2
Im Seminar werden wir uns der Frage widmen, wovon die Rede ist, wenn von -Poetologie- gesprochen wird. Betrachtet man Poetologie ganz übergreifend als -Theorie der Herstellung von Poetizität in Texten- (RLW), so wäre eine poetologische Textstelle eine solche, die im-...
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Jetzt Lernplan erstellenIm Seminar werden wir uns der Frage widmen, wovon die Rede ist, wenn von -Poetologie- gesprochen wird. Betrachtet man Poetologie ganz übergreifend als -Theorie der Herstellung von Poetizität in Texten- (RLW), so wäre eine poetologische Textstelle eine solche, die im- oder explizit auf ihre eigene Verfasstheit reflektiert. Eine umfassende theoretische Auseinandersetzung mit diesem grundlegenden Begriff der Literaturtheorie bleibt bis heute ein Desiderat der Forschung, so dass wir uns im Seminar gemeinsam daran versuchen werden, das poetologische Reflexionspotential ausgewählter Texte in einem close reading zu ergründen und zu beschreiben. In der Auseinandersetzung mit den Primärtexten gilt es, werkspezifisch herauszuarbeiten, inwiefern sich die Texte poetologisch deuten lassen und welche Auswirkungen eine solche Deutung auf den Text hat. Ausgehend von der Lektüre soll abschließend der Versuch unternommen werden, werkübergreifend eine Begriffsbestimmung vorzunehmen. Wir werden u.a. Texte von Hesiod, E.T.A. Hoffmann, Oscar Wilde, Hugo von Hofmannsthal, Gottfried Keller, Virginia Woolf und Marcel Proust lesen.
Aufgrund des recht umfangreichen Seminarprogramms bietet es sich an, einen Teil des Lektürepensums bereits vor Seminarbeginn in Angriff zu nehmen. Hierzu empfehlen sich insbesondere Wildes The Picture of Dorian Gray (Seminarsitzung Ende Mai) oder Nabokovs Pnin (Sitzung Anfang Juli):
Oscar Wilde: The Picture of Dorian Gray. Authoritative Texts, Backgrounds, Reviews and Reactions, Criticism, hg. v. Michael Patrick Gillespie, New York/London: Norton (Critical Edition) 2007.
Vladimir Nabokov: Pnin, New York: Vintage International 1989.
Erwartet wird regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit sowie die Bereitschaft, die Mitverantwortung für eine Sitzung zu übernehmen.
ECTS:
BA HF: 6 ECTS (Hausarbeit oder Essays bzw. Referat, benotet)
MA HF: 6 ECTS (Essays oder Referat, unbenotet)
SLK:3 ECTS (keine Hausarbeit, benotet), 6 ECTS (Hausarbeit, benotet)
MA NF: 6 ECTS (Essays oder Referat, unbenotet)
Department I - Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache
Erfolgreich absolvierter Einführungskurs der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft oder Einführungskurs einer anderen Philologie.
Wenn Sie eine Hausarbeit im Nebenfach SLK schreiben möchten, sprechen Sie bitte vorab mit der Studiengangskoordination SLK!
B.A.-Nebenfach SLK:
Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten.
LMU München
SoSe 2016
Fischer Annalisa