Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Übung Stadtumbau und Welterbe Internationale Tenedenzen und Strategien für die jüngste deutsche Welterbestätte
Aus Anlass der Anerkennung des Wilhelmshöher Bergparks als Weltkulturerbe untersucht das Seminar Wechselwirkungen zwischen Welterbestätte und Stadtumbauvorhaben. Durch das zusätzliche Prestige des Welterbetitels können historische Bauten und Kulturlandschaften zum Ausgangspunkt für die Qualifizierung und wirtschaftliche Aufwertung ihres städtischen Umfelds werden....
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Jetzt Lernplan erstellenAus Anlass der Anerkennung des Wilhelmshöher Bergparks als Weltkulturerbe untersucht das Seminar Wechselwirkungen zwischen Welterbestätte und Stadtumbauvorhaben.
Durch das zusätzliche Prestige des Welterbetitels können historische Bauten und Kulturlandschaften zum Ausgangspunkt für die Qualifizierung und wirtschaftliche Aufwertung ihres städtischen Umfelds werden. Die mit dem Titel verbundenen Schutz-, Erneuerungs- und Gestaltungsauflagen verlangen aber auch nach einer besonderen Behutsamkeit bei der Modernisierung städtischer Infrastruktur oder anderen Eingriffen im Umfeld und führen zu Nutzungsbeschränkungen. Wie das Beispiel der Stadt Dresden zeigt, können Konflikte zwischen Stadtumbau und Welterbe auch zur Aberkennung des Titels führen.
Entstehung und bauliche Veränderungen des Bergparks und der von ihm ausgehenden Wilhelmshöher Allee als einer bedeutenden europäischen Achse seit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert sind im Seminar Gegenstand von Reflektionen über Stadtwandel und Stadtumbau. Ausgehend von den unterschiedlichen Nutzungen, die sich entlang der Achse angesiedelt haben, werden wir Quer- und Tieferörterungen unternehmen. Dabei sollen die historische Bedeutung, der Nutzungswandel und die bauliche Überformung verschiedener Abschnitte und Ensembles entlang der Allee untersucht und typologisch eingeordnet werden. Der internationale Vergleich spielt dabei ebenso eine Rolle wiekonkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung des exemplarischen Falls:
Deutsche und internationale Beispiele des städtebaulichen Umgangs mit Welterbestätten erweitern die Perspektive und geben einen Überblick über mögliche Strategien im Umgang und Erneuerung mit dem städtischen Umfeld der Schutzgüter.
Ausgehend von diesen Vorarbeiten werden wir im Übungsteil des Seminars verschiedene Strategien für die Entwicklung des Umfelds der Kasseler Welterbestätte – einschließlich der Frage der Beteiligung - ausarbeiten und gegenüberstellen.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2013/14
Architektur
PD Dr. habil.
Kegler Harald habil