Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Wenn Godzilla einmal durch die Stadt gelaufen ist Teilmodul
Wenn Godzillla einmal durch die Stadt gelaufen ist, sieht man sie plötzlich mit anderen Augen. Im Seminar werden individuelle Zeichnungen erarbeitet. Ausgangspunkt für die eigene Arbeit wird eine Bildrecherche, also Bilder in Literatur, Internet, Büchern, Zeitungen, Filmaufnahmen, Videoprints etc. aufspüren,...
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sieht man sie plötzlich mit anderen Augen. Im Seminar werden individuelle Zeichnungen erarbeitet. Ausgangspunkt für die eigene Arbeit wird eine Bildrecherche, also Bilder in Literatur, Internet, Büchern, Zeitungen, Filmaufnahmen, Videoprints etc. aufspüren, zusammentragen, zu einem bestimmten Ort oder Thema. Thematisch können im Seminar eigene Interessen vertieft werden oder in Ergänzung zu eigenen Projekten gearbeitet werden. Themen könnten reale Orte sein, die eine historisch-ästhetische Dimension aufweisen, wie etwa Berlin Mitte oder lokale Situationen in Kassel oder Gebäude und Gebiete in anderen Metropolen oder Bautypen wie z.B. Shoppingmalls, Repräsentationsarchitektur, Grenzbauten etc. Das gesammelte Material wird fragmentiert, collagiert, um als Ausgangspunkt, Vorlage, Anregung zu dienen. Im zweiten Schritt, schauen wir, was geschieht, wenn das Thema oder der Ort in eine entferntere Zukunft, eine fantastische Parallelwelt projeziert wird? Naturkatastrophen, Außerirdische, Kriege, politische Umwälzungen haben stattgefunden, Artefakte sind hinzugekommen, von denen einige schon wieder Ruinen sind, Elemente bestehen in travestierter Form weiter. Dystopien können ein hervorragendes Mittel zur Analyse eines Gegenwartsphänomens werden. Der imaginäre Prozess des Zerstörens und Wiederaufbauens, Neuformulieren, spielerisch und unverantwortlich, extraponiert den emotionalen Gehalt eines Phänomens, benutzt das Unbehagen als Vergrößerungsglas, kann aber auch als Brainstorming zu frischen überraschenden Ansätzen führen. Im Seminar wird gelernt, die Zentralperspektive zu formulieren und als kontrollierendes und begrenzendes Element einzusetzen. Die klassischen Konstruktionselemente (Horizont, Fluchtpunkte) sollen dabei gebraucht werden. Es werden dabei Fragen entstehen, wie gezeichnete Perspektive gebraucht oder auch missbraucht werden kann, wie sie ausgereizt, verzerrt, monumentalisiert werden kann. Technische oder auch theoretische Fragen die im Laufe des Prozess auftauchen werden gemeinsam behandelt und vertieft. Neben den individuellen Zeichnungen besteht die Möglichkeit, mit mehreren zusammen ein Wandbild zu entwickeln und zu realisieren. Bitte ein, zwei Wochen vorher Tageszeitung, Magazine vornehmen und die Bilder ausschneiden und sammeln, die im weiten Sinne dem Thema Landschaft, Bebauung, Zerstörung, Erneuerung zuzuordnen sind. Bitte mitbringen: Zeichenmaterial für perspektivische Konstruktion, wie Bleistift, Lineale, Winkel etc., Wasserfarben.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WS 2008/2009
Architektur
Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
Ravens Thomas