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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Wittgensteins Frühphilosophie

Wittgensteins zu Lebzeiten einzig veröffentlichtes Buch, das er selbst stets als Logisch-Philosophische Abhandlung bezeichnete, ist unter dem Namen Tractatus logico-philosophicus berühmt geworden; - wegen seiner ungewöhnlichen literarischen Form, z.B. der aenigmatischen Knapp- und Kargheit der Darstellung, der Apodiktizität der Formulierungen...

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Wittgensteins zu Lebzeiten einzig veröffentlichtes Buch, das er selbst stets als Logisch-Philosophische Abhandlung bezeichnete, ist unter dem Namen Tractatus logico-philosophicus berühmt geworden; - wegen seiner ungewöhnlichen literarischen Form, z.B. der aenigmatischen Knapp- und Kargheit der Darstellung, der Apodiktizität der Formulierungen usw. auch weit über die Fachgrenzen der akademischen Philosophie hinaus. Aller Faszination durch dieses schmale Buch zum Trotz bleibt sein Inhalt doch für viele weitgehend rätselhaft. Zwar sind manche seiner Sätze, etwa der berühmte Schlußsatz -Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen-, bereits ins Repertoire alltäglicher Spruchweisheit übergangen. Doch was dieser oder ähnlich bekannte Sätze im Zusammenhang von Wittgensteins Frühphilosophie besagen, ist gleichwohl immer noch wenig verstanden. In Form einer gemeinsamen Textlektüre wird die Lehrveranstaltung zunächst versuchen, Grundzüge von Wittgensteins in der Abhandlung vorgelegter Theorie, insbesondere der sogenannten Bildtheorie des Satzes, herauszuarbeiten und aus der Problemlage, auf die sie reagiert, verständlich zu machen. Ein besonderer Akzent soll sodann auf die Interpretation von Wittgensteins frühem Philosophieverständnis gelegt werden, wie es in den Schlußpassagen des Buches zum Ausdruck kommt. Um einige Bemerkungen der Abhandlung in ein deutlicheres Licht zu setzen, wird es gelegentlich nötig sein, seine philosophischen Tagebücher der Jahre 1914 bis 1916 heranzuziehen. Text: Auf dem Buchmarkt sind mehrere Ausgaben der Logisch-Philosophischen Abhandlung erhältlich, die allesamt für die Zwecke des Seminars brauchbar sind. Zur begleitenden Lektüre wird empfohlen: Stefan Majetschak, Ludwig Wittgensteins Denkweg, Freiburg / München 2000. FB 01 Institut für Philosophie Uni Kassel SS 2009 Philosophie HF Prof. Dr. Majetschak Stefan