Uni-Kassel
14. März 2017Sonstiges UAS documenta urbana Diplom
Die Diplomarbeiten beschäftigen sich in städtebaulichen sowie architektonischen Entwürfen mit aktuellen urbanen Lebensformen zum Thema einer documenta urbana. Im Mittelpunkt stehen das Entwerfen sowie der Diskurs um die experimentellen baulich-räumlichen Ideen von Stadt und Architektur. Ein Areal direkt am Rand...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Diplomarbeiten beschäftigen sich in städtebaulichen sowie
architektonischen Entwürfen mit aktuellen urbanen Lebensformen zum
Thema einer documenta urbana. Im Mittelpunkt stehen das Entwerfen
sowie der Diskurs um die experimentellen baulich-räumlichen Ideen von
Stadt und Architektur. Ein Areal direkt am Rand der Kasseler
Innenstadt, in der Nähe der Weserspitze mit derzeitig noch großzügig
ausgelegten Einzelhandelsflächen, dient hier als Labor und
Experimentierfeld. Im nächsten Jahr soll ein Teil der studentischen
Arbeiten parallel zur documenta 12 in Kassel in einer Ausstellung
gezeigt werden. Dazu wird ein Wettbewerb von der Uni Kassel im
Frühjahr 2007 durchgeführt werden. An diesem Wettbewerb werden auch
Studierende und Absolventen anderer Universitäten zugelassen sein.
Die Pfeiffer-Stiftung für Architektur an der Universität Kassel
initiiert gemeinsam mit dem Fachbereich Architektur, Stadtplanung,
Landschaftsplanung eine Reihe von Symposien über die Visionen urbaner
Entwicklungen. Die Zeit bis zur nächsten documenta 12 im Jahr 2007
soll Künstlern, Soziologen, Architekten, Planern und Philosophen die
Möglichkeiten eröffnen, ihre Sicht auf die Zukunft der Stadt zu
diskutieren. Geplant sind mehrere Veranstaltungen in Form eintägiger
Symposien. Im Jahr der documenta 12 werden die Schlussveranstaltung
sowie eine Ausstellung mit einem workshop in Kassel eingerichtet. Die
künstlerische Leitung liegt bei Manuel Cuadra, Helmut Holzapfel und
Wolfgang Schulze, die Organisation hat Heike Vollmann. Seit der
ersten documenta 1955 in Kassel propagierte ihr Gründer Arnold Bode
immer wieder die Idee einer documenta urbana einer documenta neben
der Kunstausstellung, die sich mit der Gestaltung, Planung und
Bebauung unserer Umwelt beschäftigt. Erst 1982 zur 7. documenta kam
es zur Verwirklichung dieser Idee: im Doppel, denn es gab zwei
documenta urbana. Die eine wurde von namhaften Architekten in der
Tradition der Hellerau-Siedlung und der Bauausstellungen in der
Kasseler Dönche gebaut. Die andere existiert nicht gebaut als
Katalog mit Beiträgen internationaler Künstler und Künstlerinnen zu
Problemstellen der vorhandenen Stadt unter dem Titel documenta
urbana sichtbarmachen nach einer Idee von Lucius Burckhardt. Nach
über 20 Jahren greifen wir den Gedanken von Arnold Bode wieder auf.
Wie würde heute in Zeiten der Globalisierung, der Transformation, der
schrumpfenden Städte und des geringeren wirtschaftlichen Wachstums
eine documenta urbana aussehen? Was sagt die jüngste
Urbanismusforschung zum Hintergrund einer solchen Veranstaltung und
welche Impulse gibt es aus der Vergangenheit und anderen Disziplinen?
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SS2006
Univ.-Prof. Dipl-Ing.
Schulze Wolfgan