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Uni-München
14. März 2017

Übung Kunst und Geschichtsdidaktik

In Folge des neuen LehrplanPLUS werden verstärkt integrative, interdisziplinäre Ansätze in der Didaktik gefordert, die über die Grenzen der einzelnen Fachdisziplinen hinausgehen. Das Seminar vereint Geschichte und Kunst und fragt danach, wie Malerei, Architektur, Skulptur und performative Inszenierungen für die...

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In Folge des neuen LehrplanPLUS werden verstärkt integrative, interdisziplinäre Ansätze in der Didaktik gefordert, die über die Grenzen der einzelnen Fachdisziplinen hinausgehen. Das Seminar vereint Geschichte und Kunst und fragt danach, wie Malerei, Architektur, Skulptur und performative Inszenierungen für die Vermittlung von Geschichte am Gymnasium eingesetzt werden können. Zunächst werden die geschichtsdidaktischen und kunstpädagogischen Grundlagen erarbeitet, um dann anhand des Themas Nationalsozialismus Lerneinheiten zu entwerfen. Von Seiten der Kunstpädagogik werden bildrezeptive und -produktive Ansätze vorgestellt, die in Hinblick auf einen Mehrwert für die Geschichtsdidaktik befragt werden. Dazu wird die kunstpädagogische Methode ästhetischer Forschung eingeführt, deren subjektorientierte künstlerisch-wissenschaftliche Methode kritisch diskutiert wird. Von Seiten der Geschichtsdidaktik werden Ansätze der Analyse von Bildquellen, aber auch digital-analoge Visualisierungsmethoden vorgestellt und weiterentwickelt. Die gemeinsam konzipierten Lerneinheiten werden anschließend im Rahmen einer Schülerexkursion zu Erinnerungsorten in München in der Praxis erprobt. Mögliche Themen sind hierbei beispielsweise nationalsozialistische Herrschaftsrepräsentation am Königsplatz oder die ästhetische Ideologisierung durch -Entartete Kunst- vs. offizielle NS Kunst. Der Fokus liegt hier auf performativer Machtdemonstration, etwa in den Festzügen zur Eröffnung des Hauses der Deutschen Kunst (1937) und filmischer Darstellung des Idealkörpers im Nationalsozialismus. Besondere Beachtung soll die Kunstaktion -hier wohnte…- finden, in der Koffer an deportierte jüdische Nachbarn in Neuhausen erinnern. Gerade anhand dieser Aktion können Fragen nach der Bedeutung von Kunst und Performance für die Entwicklung historischen Bewusstseins im Seminar, aber auch mit den Schülern diskutiert werden. Prüfungsform im mod. Lehramt: Achtung NEU! : keine Prüfung im Didaktikfach - Grundschule, Mittelschule und Sonderpädagogik (Studienbeginn ab WS 2015/16) Herwig Buntz; Elisabeth Erdmann, Fenster zur Vergangenheit. Bilder im Geschichtsunterricht, Bd. 2, Bamberg 2009. Hans-Jürgen Pandel, Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, 5.erw. Aufl., Schwalbach/Ts.2010. Christian Kuchler/Johannes Kandler (Hg.) Geschichte lernen am Münchner Königsplatz. Schüler erkunden urbane Räume, München 2019. Klaus-Peter Schuster, Nationalsozialismus und -Entartete Kunst-. Die Kunststadt München 1937, München 1998. Birgit Dorner, Gedenkstätten als kulturelle Lernorte – Gedenkstättenpädagogik mit ästhetisch-künstlerischen Mitteln. In: Bockhorst, Hildegard/Reinwand, Isabell/Zacharias, Wolfgang (Hrsg.) : Handbuch Kulturelle Bildung. München 2012. Schönemann, Axel: Kunst im deutschen Faschismus. Untericht im 12. Jahrgang (I.Teil) In BDK_Mitteilungen 3/ 1995. S.34-37. Hubert Sowa, Projekt 1890. Geschichtliche Inhalte in aisthetischer Sicht. In Kunst+Unterricht 181/1994, S. 41-43. Helga Kämpf-Jansen, Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag Kunst und Wissenschaft – Zu einem innovativen Konzept ästhetischer Bildung, Köln 2002. Anmeldung Der Kurs ist auf 20 Teilnehmer begrenzt. Die obligatorische Anmeldung ist nur möglich vom 01.03.2016 - 01.04.2016. Sie kann persönlich und telefonisch (089/2180-2851) zu den Sekretariatsöffnungszeiten oder per Email (lmu-geschichtsdidaktik@lrz.uni-muenchen.de) erfolgen. Bei der Anmeldung per Email bitte Adresse, Telefonnummer, Studiengang und Semesterzahl angeben. Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften LMU München SoSe 2016 Dr. phil. Biersack Martin phil