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Uni-Essen
14. März 2017

Übung Sprachförderung im Fachunterricht Müssen FachlehrerInnen auch SprachlehrerInnen sein

Wie u.a. die PISA-Ergebnisse zeigen, erreichen Schülerinnen und Schüler aus -bildungsfernen- Schichten, zu denen ein überproportional hoher Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund gehört, im Vergleich zu Schülerinnen und Schüler ohne Migrationsgeschichte in allen gemessenen Kompetenzbereichen geringere Leistungen. Neure Publikationen (Gogolin...

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Wie u.a. die PISA-Ergebnisse zeigen, erreichen Schülerinnen und Schüler aus -bildungsfernen- Schichten, zu denen ein überproportional hoher Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund gehört, im Vergleich zu Schülerinnen und Schüler ohne Migrationsgeschichte in allen gemessenen Kompetenzbereichen geringere Leistungen. Neure Publikationen (Gogolin 2008, Leisen 2010, Ohm 2009, Eckhart 2008 usw.) gehen davon aus, dass die Aneignung der schulbezogenen Sprache für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und aus -spracharmen- Familien mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist. Vor allem die zunehmend sprachliche und soziokulturelle Heterogenität der Schülerschaft stellt Lehrpersonen und Schule vor große Herausforderungen. Im Rahmen der Übung werden einzelne Aspekte der Vorlesung Grundlagenwissen Deutsch als Zweitsprache vertieft, wobei die Unterrichtsebene im Fokus steht. So sollen u.a. folgende Fragen geklärt werden: Wie gestalte ich meinen Unterricht sprachsensibel? Wie können Sprachförderprozesse im Unterricht initiiert werden? Welche sprachlichen Schwierigkeiten enthalten fachspezifische Aufgabenstellungen und welche Hilfestellungen sind in diesem Zusammenhang sinnvoll? Welche Unterrichtsinteraktionsformen sind für Sprachlernen förderlich? Wie kann ich den Sprachstand meiner Schülerinnen und Schüler ermitteln? etc. In der Übung werden Methoden-Werkzeuge und Fördermaßnahmen zur individuellen Sprachförderung im Fachunterricht vorgestellt. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Aufgaben und der Unterrichtskommunikation im Fachunterricht. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Diagnoseverfahren zur Sprachstandserhebung. Die Übung richtet sich bevorzugt an Lehramtsstudierende mathematisch-naturwissenschaftlicher Fächer, so dass die Fragestellungen domänenspezifisch bearbeitet werden können. Der Lernprozess der Studierenden wird in einem Portfolio dokumentiert und reflektiert. Voraussetzungen Teamfähigkeit und Selbstorganisationskompetenz, Studium eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Faches Ahrenholz, Bernt (Hg.) (2010): Fachunterricht und Deutsch als Zweitsprache. Tübingen: Narr. Becker-Mrotzek, Michael (2012): Mündliche Kommunikation und Gesprächsdidaktik, 2., korrigierte Aufl., Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren. Gogolin Ingrid/Lange, Imke u.a. (2010): Durchgängige Sprachbildung: Qualitätsmerkmale für den Un-terricht. Modellprogramm Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Ham-burg. Lamnek, S. (2010): Qualitative Sozialforschung. Weinheim und Basel: Beltz Verlag. Leisen, Josef (2010): Handbuch Sprachförderung im Fach. Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis. Bonn: Varus. Mayring, Ph. & Gläser-Zikuda, M (2008): Die Praxis der Qualitativen Inhaltsanalyse (2. Auflage). Weinheim: Julius Beltz GmbH & Co. KG. Mayring, Ph (2012).: Qualitative Inhaltsanalyse - ein Beispiel für Mixed Methods. In: M. Gläser-Zikuda, T. Seidel, C. Rohlfs, A. Gröscher, S. Ziegelbauer (Hrsg.): Mixed Methods in der empirischen Bildungs-forschung. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann, S. 27-36. Röhner, Charlotte & Hövelbrinks, Britta (2013): Fachbezogene Sprachförderung in Deutsch als Zweit-sprache. Theoretische Konzepte und empirische Befunde zum Erwerb von bildungssprachlicher Kompetenz. Weinheim Basel: Beltz Juventa Verlag. Deutsch als Zweit-/Fremdsprache Universität Duisburg-Essen SoSe 2014 Deutsch als Zweit Fremdsprache