Uni-Siegen
14. März 2017Visuelle Synergien Annäherungen zwischen Dokumentar und Spielfilm in der Romania
Wenn es in den letzten Jahren auf den großen internationalen Filmfestivals von Cannes, Venedig und Berlin eine unübersehbare Entwicklungstendenz gab, dann war es zweifellos die Annäherung von Dokumentarfilm und Spielfilm, die von beiden Seiten aus erfolgte und zur Herausbildung neuer...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenWenn es in den letzten Jahren auf den großen internationalen Filmfestivals von Cannes, Venedig und Berlin eine unübersehbare Entwicklungstendenz gab, dann war es zweifellos die Annäherung von Dokumentarfilm und Spielfilm, die von beiden Seiten aus erfolgte und zur Herausbildung neuer Formen geführt hat, die sich vielleicht am besten als -Dokufiktion- beschreiben lassen. Zwar sind die Grenzen zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Darstellungsformen, zwischen Dokumentar- und Spielfilm in der ästhetischen Praxis noch nie so fest gefügt gewesen, wie es die Gattungstheorie, aber auch die Produktions- und Vermarktungsstrategien der Filmindustrie glauben machen wollten, doch kann kein Zweifel bestehen, dass die Grenze zwischen Dokumentation und Fiktion heute so durchlässig ist wie nie zuvor, und zwar weltweit, und das nicht nur im Film, wie vergleichbare Erscheinungen im Fernsehen, im Theater oder auch in der Literatur belegen. Gleichwohl wollen wir uns im Seminar auf den Bereich des Films und einige wenige herausragende Produktionen der letzten Jahre aus Frankreich, Spanien, Italien und Lateinamerika beschränken. Wie lassen sich deren Formen beschreiben und ihre Funktionen analysieren? Welche ‚Rhetoriken’ des Fiktionalen und des Faktischen werden jeweils angewendet? Welche Konzepte stehen hinter den unterschiedlichen Wirklichkeitskonstruktionen? Inwiefern kommt es tatsächlich zur Herausbildung hybrider Strukturen? Gibt es eine Affinität zwischen Darstellungsstrategien und Stoffen bzw. Thematiken, die eventuell noch dazu eine bestimmte kulturräumliche Spezifik aufweisen? Das sind nur einige der Fragen, mit denen wir uns im Wechselspiel zwischen der Lektüre theoretischer Texte und der Analyse konkreter Filmbeispiele beschäftigen werden. Behandelt werden auf jeden Fall die folgenden Filme: Laurent Cantet, Entre les murs (Frankreich 2008), Matteo Garrone, Gomorra, (Italien 2008), Gonzalo Arijón, Naúfragos. Vengo de un avión que cayó en las montañas (Spanien 2007) und aus Lateinamerika Fernando Meirelles, Cidade de Deus (Brasilien, Frankreich, USA 2002), Fernando Pérez, Suite Habana (Kuba 2003) oder José Padilha, Tropa de Elite (Brasilien 2007).
Die Seminardauer ist mit drei Stunden angegeben, weil wir uns mehrere dieser Filme gemeinsam ansehen werden. Die regelmäßigen Sitzungen werden aber die übliche Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten.
Literature, Culture and Media, LCM-Spanisch, Master, PO 2005
Alle SeminarteilnehmerInnen müssen bis zur ersten Sitzung ein bis zwei vorbereitende Texte gelesen haben. Konkrete Angaben gehen Ihnen nach Ihrer Zulassung zu diesem Seminar an Ihre studentische E-Mail-Adresse zu.
Für 2 KP: Referat (Vortrag, Präsentation, Thesenblatt); für 5/7 KP: zusätzlich längere schriftliche Arbeit.
Universität Siegen
WiSe 2010/11
Spanisch, LA Berufskolleg, PO 2004
Spanisch, LA Gymnasium / Gesamt, PO 2004
Univ.-Prof. Dr.
von Tschilschke Christian