Uni-Hannover
14. März 2017Vom Text zum Film I Literaturverfilmungen
Dieses Seminar widmet sich den allgemeinen Strukturen, die aus Texten Filme werden lassen. Angelegt ist diese Untersuchung auf zwei Semester, wobei ein Neueinstieg zum WS 2015/16 problemlos möglich ist. Im SoSe 2015 steht zunächst eine direkte Form der Text-Film-Umsetzung im...
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Jetzt Lernplan erstellenDieses Seminar widmet sich den allgemeinen Strukturen, die aus Texten Filme werden lassen. Angelegt ist diese Untersuchung auf zwei Semester, wobei ein Neueinstieg zum WS 2015/16 problemlos möglich ist. Im SoSe 2015 steht zunächst eine direkte Form der Text-Film-Umsetzung im Fokus, die Literaturverfilmung.
Manche Literaturverfilmungen haben es geschafft als eigenständiges und originales Kunstwert wertgeschätzt zu werden, obwohl ihnen ein weltberühmter literarischer Stoff als Vorlage diente. Der Weg von der Vorlage zur Verfilmung ist ebenso unterschiedlich wie es das Ergebnis ist. So werden Literatur- und Filmanalyse gleichermaßen berührt. Aspekte filmischen Erzählens können dabei im Modus des Vergleichs von moderner Erzählprosa und Film vielfältig aufgenommen werden, etwa unter thematischen oder ästhetischen Aspekten.
Im Seminar sollen dazu behandelt werden: Franz Kafkas -Die Verwandlung-, Arthur Schnitzlers -Traumnovelle-, Thomas Manns -Der Tod in Venedig-, Friedrich Dürrenmatts -Das Versprechen- und Patrick Süskinds -Das Parfum- sowie die dazugehörigen Verfilmungen von Jan Nemec (1975), Stanley Kubrick (als -Eyes Wide Shut- 1999), Luchino Visconti (1971), Sean Penn (2001) und Tom Tykwer (2006). Mit verschiedenen Film-Varianten (Kurzfilm, Clips) von Kafkas -Die Verwandlung- sollen auch die erzähltechnischen Grenzen der Literaturverfilmung ausgelotet werden.
Ratsam ist es die Texte vorbereitend vor Seminarbeginn zu lesen. Bitte beachten Sie, dass die Filme möglichst gemeinsam gesehen werden sollen, die entsprechenden Termine liegen außerhalb der Seminarzeit. Geplanter Termin ist – sofern dieser nicht allzu sehr mit hochsommerlichen Temperaturen kollidiert – jeweils Montag ab 18:00 Uhr (Raum 415, insgesamt 5 Termine). Alle Teilnehmenden sollten in der Lage sein, so viele dieser zusätzlichen Termine wie möglich wahrzunehmen. Die genauen Daten werden in der ersten Sitzung festgelegt.
Im WS 2015/16 geht das Seminar dann in eine zweite Runde und widmet sich weiteren Text-Film-Formen, etwa der Filmbiografie (z. B. von Goethe oder Schiller), der Werbung, dem Drehbuch, dem Musikvideo und dem Videospiel. Hierzu sind Begegnungen mit Regisseuren, Drehbuchautoren, Werbefachleuten, Programmierern und Medienwissenschaftlern vorgesehen, die Einblicke in das praktische Umsetzen einer Textvorlage in ein Film-/Videoformat geben. Wichtiger Hinweis: Manche dieser Treffen können in der vorlesungsfreien Zeit liegen.
Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen. München 1978.
Kafka, Franz: Die Verwandlung. Stuttgart 2013.
Mann, Thomas: Der Tod in Venedig. Frankfurt am Main 1992.
Schnitzler, Arthur: Traumnovelle. Stuttgart 2013.
Süskind, Patrick: Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders. Zürich 1994.
Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, MA
Teilnehmerzahl: 30.
Universität Hannover
SoSe 2015
Deutsches Seminar
Dr. phil.
Bode Philipp phil