Uni-Kassel
14. März 2017Vorlesung Die Komödie
Die Komödie hat über weite Zeiträume hinweg im Schatten der vergleichsweise angeseheneren Tragödie gestanden und hat ein gesteigertes literaturwissenschaftliches Interesse erst seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gefunden. Inzwischen ist freilich nach dem Verschwinden der Tragödie zugunsten des...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Komödie hat über weite Zeiträume hinweg im Schatten der vergleichsweise angeseheneren Tragödie gestanden und hat ein gesteigertes literaturwissenschaftliches Interesse erst seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gefunden. Inzwischen ist freilich nach dem Verschwinden der Tragödie zugunsten des (ernsten) Schauspiels auch die Komödie als dramatische Gattung am Ende des 20. Jahrhunderts in eine Krise geraten, so dass -das Komische- künftig vielleicht nicht mehr so sehr in -literarischen- Komödien, sondern bevorzugt in Boulevardkomödien und Musicals oder mehr noch im Fernsehen in den Sektoren von Slapstick/Comedy/Humor begegnen wird.
Die Vorlesung soll eine Einführung in die Gattung der Komödie liefern, indem sie den Gattungsbegriff differenziert erläutert und dabei auch die unterschiedlichen ästhetisch-psychologischen Bemühungen um eine Theorie des Komischen mit einbezieht. Die nicht geringe Zahl von Untergattungen (Posse, Farce, Burleske usw.) soll vorgestellt und es soll ein Überblick über die Geschichte der deutschen Komödie von den Anfängen bis zur Gegenwart geboten werden.
Was die 'Hoch-Komödien' betrifft, sollen die folgenden Dramen näher ins Auge gefasst und einige von ihnen auch eingehender besprochen werden:
Aristophanes: Die Vögel.
Shakespeare: Ein Sommernachtstraum.
Molière: Der Geizige.
Lessing: Minna von Barnhelm.
Lenz: Der Hofmeister.
Kleist: Der zerbrochne Krug.
Büchner: Leonce und Lena.
Nestroy: Der Talisman.
Hauptmann: Der Biberpelz.
Hofmannsthal: Der Schwierige.
Sternheim: Die Hose.
Dürrenmatt: Romulus der Große.
Tabori: Mein Kampf. Tutorium zur Veranstaltung:
Fr., 18-20, R. 3202, GF 3, Anneke Wittich
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
WS 2007/2008
Prof. i.R.
Schulz Georg Michael i.R