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Uni-München
14. März 2017

Vorlesung Eine nichtlineare Geschichte des lateinamerikanischen Films

In den letzten Jahren hat sich das hispanoamerikanische Kino als Motor in der Erneuerung kinematographischer Formen und Erzählweisen etabliert. Namen wie González Iñárritu, Cuarón, del Toro, Reygadas, Salles, Mereilles, Trapero, Martel oder Alonso sind allen Kinointeressierten ein Begriff. Dass dieses...

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In den letzten Jahren hat sich das hispanoamerikanische Kino als Motor in der Erneuerung kinematographischer Formen und Erzählweisen etabliert. Namen wie González Iñárritu, Cuarón, del Toro, Reygadas, Salles, Mereilles, Trapero, Martel oder Alonso sind allen Kinointeressierten ein Begriff. Dass dieses vitale Kino südlich des Río Grande eine lange Tradition in der Geschichte des Films aufweist, gerät allzu schnell aus dem Blick. Die Vorlesung möchte, indem sie Schlaglichter auf einige wichtige Epochen, Stile, Bewegungen – wie das mexikanische Melodrama, das Kino der Avantgarde, neorealistische Tendenzen im Kino Lateinamerikas, die Auswirkungen der Neuen Welle auf den lateinamerikanischen Film, das Road-Movie und das Kino der Jungen Wilden – sowie auf wesentliche Autoren – neben den oben genannten u.a. Fernández, Buñuel, Rocha, Gutiérrez Alea, Birri, Leduc, Ripstein, Bemberg – wirft, ihren Beitrag dazu leisten, diese Tradition und Innovation im lateinamerikanischen Kino zu kartographieren. Dabei soll die Darstellung der Filme, diese stets auf ihre kulturellen Kontexte, wie z.B. die Erfahrung von Revolution und Nation-Building, der Modernisierung und dem Entstehen der Konsumgesellschaft, der ‚totalitären‘ Kolonisierung des Alltags, den traumatischen Erfahrungen von Diktatur und Verfolgung, Prozesse der Demokratisierung und Globalisierung, hin öffnen. Department II - Griechische und Lateinische, Romanische, Italienische und Slavische Philologie, Sprachen und Kommunikation Studierende des BA Nfs ‚Sprache, Literatur, Kultur’ : Diese Veranstaltung entspricht in WP 4 dem Kurstyp -Kernveranstaltung zu Themen der Kultur- und Medienwissenschaften m/n/o/p- (WP 4.0.13/15/17/19). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Portfolio (20.000-40.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten. LMU München SoSe 2016 Dr. Doetsch Hermann