Uni-Dortmund
14. März 2017Vorlesung Einführung in die praktische Philosophie II
Was ist ein Staat? Wie lässt sich politische Herrschaft rechtfertigen? Was ist Recht? Gibt es Grundrechte, die jeder Person von Natur aus zukommen? Und wie sollte ein gerechtes Staatswesen organisiert sein? Diese Fragen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang zum menschlichen...
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Jetzt Lernplan erstellenWas ist ein Staat? Wie lässt sich politische Herrschaft rechtfertigen? Was ist Recht? Gibt es Grundrechte, die jeder Person von Natur aus zukommen? Und wie sollte ein gerechtes Staatswesen organisiert sein?
Diese Fragen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang zum menschlichen Handeln und zur Frage, was wir tun wollen. Sie werden daher im Rahmen der Praktischen Philosophie behandelt. Im zweiten Teil der auf zwei Semester angelegten Vorlesung -Einführung in die Praktische Philosophie” bilden diese Fragen und damit die Politische, die Sozial- und die Rechtsphilosophie einen wichtigen Schwerpunkt. Wir wollen unter anderem die Grundgedanken von Platons -Staat” und Aristoteles' -Politik”, den politischen Kontraktualismus, den Rechtspositivismus und die Gerechtigkeitstheorie von Rawls kennenlernen.
Außerdem werden wir eine Reihe von Grundbegriffen der Praktischen Philosophie und dazugehörige Kontroversen besprechen. Insbesondere wird es um die menschliche Freiheit, den Personenbegriff, den Verantwortungsbegriff und Grundkonzepte der Handlungstheorie gehen.
Insgesamt ist das Ziel dieser Vorlesung weiterhin die Einführung von grundlegenden Begriffen und Positionen der Praktischen Philosophie. Obwohl Vorwissen aus dem ersten Teil der Vorlesung vorausgesetzt wird, ist es möglich, den zweiten Teil der Vorlesung zu besuchen, ohne den ersten Teil absolviert zu haben. Folien zum ersten Teil (Schwerpunkt: Normative Ethik) sind im EWS oder unter HYPERLINK -http://www.claus-beisbart.de/teaching/wi2011/prac-www.claus-beisbart.de/teaching/wi2011/prac erhältlich.
Die Vorlesung richtet sich zunächst an Studierende der neuen Studienordnung für das Lehramt (Bachelor). Für sie ist diese Vorlesung eine Pflichtveranstaltung, die möglichst im zweiten Semester absolviert werden sollte (Modul BAM1). Termine für die mündliche Prüfung, die das Modul BAM1 abschließt, sind voraussichtlich die letzte Semesterwoche und die erste und letzte Woche der Semesterferien.
Die Vorlesung kann außerdem von Studierenden der alten Studienordnung für das Lehramt (Bachelor) und von Studierenden aus Nebenfächern studiert werden. Die entsprechenden Studienordnungen sehen meist eine einsemestrige Einführungsveranstaltung in Praktischer Philosophie vor, und es ist möglich, sich die Vorlesung als diese Einführungsveranstaltung anrechnen zu lassen. Allerdings eignet sich die -Einführung in die Praktische Philosophie I”, die immer im Wintersemester gelesen wird, besser als einsemestrige Einführung. Prüfungstermine werden jedoch in jedem Fall angeboten.
Zur Vorlesung gibt es einen Reader. Die Kriterien für die aktive Teilnahme werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Materialien zur Vorlesung werden den Hörerinnen und Hörer zugänglich gemacht.
Zur vorbereitenden Lektüre empfehle ich:
J. Wolff, Introduction to Political Philosophy, Oxford University Press, Oxford 2006
D. Miller, Political Philosophy, A very Short Introduction, Oxford University Press, Oxford 2002
Ein sehr gutes, aber nicht unbedingt elementares Einführungsbuch, das es auch auf Deutsch gibt, ist:
W. Kymlicka, Contemporary Political Philosophy, Oxford University Press, Oxford 2002, dt. Ders., Politische Philosophie heute. Eine Einführung, Campus-Verlag, Frankfurt am Main 1997 (nach der ersten Auflage)
Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekanntgegeben.
Technische Universität Dortmund
SoSe 2012
Institut für Philosophie und Politikwissenschaft