Uni-Kassel
14. März 2017Vorlesung Seminar Form Struktur und Bedeutung in ausgewählten Inventionen Sinfonien und Fugen J.S Bachs
Modul L1/ 02 A, B Modul L2/ 03 A, B Modul L3/ 01 B, 03 A, 07 C, 13 A, C Wohl kein Schulmusiker, ganz gleich ob er Klavier als Haupt- oder Zweitinstrument studiert, hat sich nicht irgendwann mit den...
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Modul L2/ 03 A, B
Modul L3/ 01 B, 03 A, 07 C, 13 A, C
Wohl kein Schulmusiker, ganz gleich ob er Klavier als Haupt- oder Zweitinstrument studiert, hat sich nicht irgendwann mit den zwei- oder dreistimmigen Inventionen oder den Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier Johann Sebastian Bachs beschäftigt und an ihnen u.a. die Unabhängigkeit der Hände in Artikulation und Dynamik trainiert, sich nicht zuletzt auch jener Herausforderung gestellt, zwei, drei oder gar vier Stimmen auf jene -cantable Art- zu spielen, die Bach in seinem Vorwort zu den Inventionen als Ziel des Vortrages formulierte. Über diese instrumentalpädagogischen Aspekte hinaus verfolgte Bach jedoch gleichermaßen die Intention, mit diesen Werken -denen Lehrbegierigen- einen -starken Vorschmack- von der Komposition in ausgeführten Exempla zu vermitteln.
In der Lehrveranstaltung werden anhand ausgewählter Werke die verschiedenen kontrapunktischen Techniken exemplifiziert und ihre Konsequenzen für die musikalische Form diskutiert werden. Ziel der Vorlesung ist u.a. die Vermittlung der Erkenntnis, daß die Fuge keine Form IST, sondern eine Kompositionsweise (doppelter und mehrfacher Kontrapunkt, Doppel- und Trippelfugen, Engführung, Augmentation und Diminution sowie spezielle Kanontechniken) darstellt, die ungeheuer mannigfaltige formale Konsequenzen zeitigt. Dass mit diesen gestalterischen Verfahren auch eine über den bloßen Notentext hinausweisende Bedeutung verbunden ist, kann bei einem Komponisten vom Range J. S. Bachs nicht verwundern. Dieser nachzuspüren, ist ein wesentliches Anliegen der Vorlesung.
Modul L3/ 07 C, 13 A, C
Diether, de la Motte, Kontrapunkt, Kassel 1981
- Marpurg, Friedrich Wilhelm, Abhandlung von der Fuge, Leipzig 1806.
- Erwin Ratz, Einführung in die musikalische Formenlehre, Wien 19733ff.
- Czaczkes, Ludwig, Analyse des Wohltemperierten Klaviers. Form und Aufbau der Fuge bei Bach, Bd. 1, Wien 1956 und Bd. 2, Wien 1965
- David, Johann Nepomuk, Das Wohltemperierte Klavier. Der Versuch einer Synopse, Göttingen 1962
- Dürr, Alfred, Johann Sebastian Bach. Das Wohltemperierte Klavier, Kassel u.a. 1998 (dort ist auch weiterführende Literatur zu finden)
FB 01 Institut für Musik
Uni Kassel
SoSe 2011
Musik
FB 01 Institut für Musik
Prof. Dr.
Bischoff Bodo