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Uni-München
14. März 2017

Vorlesung Von der Osmanenherrschaft zur EU Integration Südosteuropäische Volkskultur im Wandel

Die Gesellschaften Südosteuropas haben in den letzten 150 Jahren dramatische Veränderungen durchgemacht. Sie waren bis zum 19. oder sogar frühen 20. Jh Teil des Osmanischen bzw. Habsburger Reiches, machten seit der Mitte des 19. Jhs tief greifende Prozesse der Modernisierung...

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Die Gesellschaften Südosteuropas haben in den letzten 150 Jahren dramatische Veränderungen durchgemacht. Sie waren bis zum 19. oder sogar frühen 20. Jh Teil des Osmanischen bzw. Habsburger Reiches, machten seit der Mitte des 19. Jhs tief greifende Prozesse der Modernisierung (‘Europäisierung’) und Nationsbildung durch, wurden von zahlreichen Konflikten und Kriegen erschüttert, erlebten (großenteils) fast ein halbes Jahrhundert Sozialismus und gingen nach 1989 durch eine schmerzhafte Periode postsozialistischer Transformation, um heute den normativen Prozessen der EU-Integration unterworfen zu sein (oder diese anzustreben). Diese Wandlungsprozesse fanden ihren Niederschlag nicht nur in der Außenwahrnehmung des -Balkans-, sondern vor allem in der Alltagskultur der Völker und ethnischen Gruppen Südosteuropas. Die Vorlesung soll diesen Wandel von der patriarchalischen Volkskultur hin zur modernen Alltagskultur nachzeichnen, wobei der Schwerpunkt auf dem südslawischen Raum liegt. Nach einer Einführung in die historische Entwicklung der Balkanhalbinsel und deren Auswirkungen auf die Formierung der spezifischen ‘Altkultur’ sollen ausgewählte Aspekte des Wandels zur heutigen Alltagskultur beleuchtet werden. Dabei soll dem Fortleben traditioneller Elemente und den Formen der Adaptation externer Einflüsse sowie den Strategien des Umgangs mit dem Sozialismus und der ‘westlichen’ Moderne besondere Beachtung geschenkt werden, darüber hinaus aber auch den gegenseitigen Wahrnehmungen von ‘West’ und ‘Ost’ in Europa. Literatur: Literaturliste wird in der Vorlesung verteilt. - C. Clewing, O.J. Schmitt: Geschich­te Südosteuropas. Vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. 2011; M. Todorova: Die Erfin­dung des Balkans. 1999; K. Roth (Hg.): Soziale Netzwerke und soziales Vertrauen in den Transformationsländern. 2007. Leistungsnachweis B.A. Hauptfach Volkskunde/Europ. Ethnologie: 3 ECTS (Modulprüfung mit WP 3.1) B.A. Nebenfach Vergl. Kultur- und Religionswissenschaft: 2 ECTS (Modulprüfung mit WP 19.2.1) Anmeldung Keine Belegung erforderlich. Die Anmeldung erfolgt automatisch mit der Belegung des dazugehörigen Seminars. Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde B.A. Hauptfach Volkskunde/Europ. Ethnologie: 3 ECTS (Modulprüfung mit WP 3.1) B.A. Nebenfach Vergl. Kultur- und Religionswissenschaft: 2 ECTS (Modulprüfung mit WP 19.2.1) LMU München WiSe 1415 Prof. Dr. Dr. h.c. i.R. Roth Klaus h.c i.R