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Uni-Kassel
14. März 2017

Vorlesung Wien Kunstgeschichte am Beispiel einer Stadt von der Romanik bis zum 20 Jahrhundert

Die erste Geschichte dieser Stadt stammt von Jan der Enikel, der im Fürstenbuch von 1280 von den Besonderheiten dieses Ortes berichtet. Diese wie viele weitere sehenswerte Inkunabeln befinden sich heute noch in der Wiener Nationalbibliothek. 1155 wurde Wien von Herzog...

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Die erste Geschichte dieser Stadt stammt von Jan der Enikel, der im Fürstenbuch von 1280 von den Besonderheiten dieses Ortes berichtet. Diese wie viele weitere sehenswerte Inkunabeln befinden sich heute noch in der Wiener Nationalbibliothek. 1155 wurde Wien von Herzog Heinrich II. zur Hauptstadt erhoben, doch bereits die Babenberger hatten ab 976 von dort aus ihre Herrschaft ausgeübt. Mit dem Aufstieg der Habsburger ab 1246 wurde das Geschick und Gesicht dieser Stadt über Jahrhunderte wesentlich durch sie geprägt. Eine zunächst kluge Wirtschaftpolitik (Stapelrecht ab 1221), gezielte (auch familiäre) Allianzen und der Blick nach Oberitalien und nach Osten sind kennzeichnend für den Handelsplatz an der Donau. Stilgeschichtlich oft nicht an vorderster Front, zeichnet sich die Stadt aber mit zahlreichen eigenen Lösungen im Bereich der Architektur und des Städtebaus aus, ragt der Steffel heraus, umfasst die Ringstraße seit dem 19. Jahrhundert das Zentrum, gestalten die Anlagen des modernen Wohnungsbaus die Atmosphäre ganzer Stadtviertel und bergen Schottenkloster, Akademie, Albertina und die Museen rund um die thronende Kaiserin Maria Theresia angeordnet, die Schätze, die es an ausgewählten Beispielen zu analysieren gilt. So hatte die Wiener Schule (der Kunstgeschichte) und ihre Forschungen einen herausragenden Ruf. Auch als Stadt der Geschichten und besonderen Redensarten verlockt die Metropole: Was bewirkte das Lösegeld für Richard Löwenherz? Welche Folgen hatte ein Fenstersturz in Prag, wie gelangen die flachen Holländer nach Wien und warum freut man sich dort an einem Krauthappel? LITERATUR im SEMINARAPPARAT (bereits eingerichtet) Auswahl: Karl Lechner: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976– 1246. 6. Aufl. Wien 1996; Andreas von Meiller: Regesten zur Geschichte der Markgrafen und Herzöge Österreichs aus dem Hause Babenberg. Wien 1850 [ONLINE VERSION!]; Pippal, Martina, Kleine Kunstgeschichte Wiens. C. H. Beck, München 2000; Lorenz, Hellmut, Johann Bernhard Fischer von Erlach, Zürich 1992; http://www.viennatouristguide.at/Altstadt/Mittelalter/Teil_02/alltagma02.ht (Wien im Mittelalter); Wehdorn, Manfred, Die Bautechnik der Wiener Ringstraße mit einem Katalog technischer Bauten und Anlagen in der Ringstrassenzone, Wiesbaden 1979. Bemerkung Die Exkursion (22 Plätze; Anmeldung ab sofort möglich) wird besonders Studienorte abseits des Mainstreams aufsuchen. Auch bieten sich während der Wiener Festwochen Einblicke in besondere Projekte im Rahmen der kulturellen Vielfalt der Stadt. B.A. 1.0: I a, II a, III a, V a, XI a B.A. 2.0: I a, II a, III b2, VIII a M.A.: I 1, V 1 L 1, L 2, L 3 Kunsthochschule Kassel Uni Kassel WiSe 2012/13 Prof. Dr. Sitt Martina