Probleme mit dem Lernen in der 10. Klasse
Wie behebe ich meine Probleme mit dem Lernen in der 10. Klasse
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Meinen Aktionsplan erstellenWie behebe ich meine Probleme mit dem Lernen in der 10. Klasse

Hallo, ich habe das Problem, dass bei mir die Versetzung auf dem Spiel steht und ich die 10. Klasse dann wiederholen müsste, was ich unter keinen Umständen will. Nur mein Problem ist jetzt, dass wir nur noch zwei Wochen Zeit haben um unsere Versetzung zu retten und wir jeden Tag nur noch irgendwelche Tests, Arbeiten oder Referate machen müssen. Der Stoff denn wir jetzt immer in allen Fächern perfekt haben müssen ist einfach zu viel. Ich schaffe das mit dem lernen nicht mehr. Bin nur noch müde fertig und habe auch angst in die Schule zu gehen, weil wir entweder die Sachen wissen oder ne 6 bekommen. Ich lerne nur noch, aber ich bin dann immer so fertig, dass ich das ganze gelernte mir nicht merke oder so fertig in der Schule bin, dass ich nicht gescheit aufpassen kann. Bitte helft mir schnell, es ist sehr wichtig!!! Liebe Grüße Jenny
Jenny,
2 Wochen Zeit das ist nicht wirklich viel. Vor allem, wenn danach ein wichtiger Test geschrieben werden muss. Schade, dass Du mir nicht verraten hast, wie du bis jetzt lernst. Aber das ist nicht schlimm. Einige Ratschläge kann ich für dich bestimmt finden. Wenn man sich auf den positiven Seiten konzentriert, findet man schnell heraus, dass in 2 Wochen eine Menge gelernt werden kann. Also an die Arbeit.
Das wichtigste Gebot - ist sich alles was man lernt und was man liest bildhaft vorzustellen. Du wirst nicht viele neue Informationen merken und im Gedächtnis lang behalten können, wenn Du Dir das nicht bildhaft vorstellst. Beim Lesen versuche also den Stoff in einen Film oder ein Bild umzuwandeln. Die Konzentration kommt dann automatisch, weil man mit dieser Methode mehrere Sinne nutzt und nicht nur liest und über die Zeilen weiterspringt.
Falls es dir gelingt, dir den Stoff bildhaft vorzustellen, überlege kurz, ob Du das nicht mit irgendwelchen anderen, schon vorhandenen Informationen verknüpfen kannst. Kurz gesagt: Benutze Dein Wissen, um an diese neuen Informationen anzuknüpfen. Das Gedächtnis braucht viele Wiederholungen bis es neuen und unbekannten Stoff merkt. Wissen das an schon vorhandenes Wissen angekoppelt wird, landet quasi automatisch im Langzeitgedächtnis. Es ist am Anfang nicht leicht unterschiedliche Themenbereiche miteinander zu verknüpfen. Deshalb versuche es erstmal mit den verwandten Themen, eine Verbindung für verwandte Informationen lässt sich einfach und schnell finden. Später kann man sogar ganz abstraktes Wissen das aus verschiedenen Bereichen stammt auch verknüpfen. Vielleicht helfen Dir dabei einige Tipps die ich im Skript Hyperlernen beschrieben habe, schaue einfach mal rein. Der Download kostet nichts.
Eliminiere die Störfaktoren. Nichts kann einen Menschen besser ablenken als Internet, Nachrichten über Messenger oder Fernsehen. Für die Zeit von 2 Wochen bist Du bestimmt in der Lage, alle diese zeitraubenden Störfaktoren zu eliminieren. Ich habe Bekannte, die lernen und dabei immer einen Laptop mit angeschaltetem Messenger oder Skype laufen haben. Sie kriegen immer wieder neue Nachrichten, oft alle paar Minuten. Auf diese Nachrichten „müssen" sie direkt antworten. Nun leider macht sich das bemerkbar in ihrer Lernfähigkeit. Sie haben dann Probleme über längere Zeit an einer Aufgabe dran zu bleiben und brechen diese ab. Daher ist es sinnvoll, von Anfang an solche Störungen zu eliminieren.
Informationen über lernen mit Web 2.0 Anwendungen findest du hier: Lernen mit Web 2.0 Anwendungen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Lernen!
Jenny, in zwei Wochen ist mehr drin, als du gerade glaubst
Was du beschreibst – nur noch müde, gestresst, das Gelernte bleibt nicht hängen – ist kein Zeichen, dass du es nicht kannst. Es ist ein Zeichen von Erschöpfung, und gegen die hilft Pauken bis spät in die Nacht gerade nicht. Drei Dinge zählen jetzt am meisten:
- Schlaf schützen: Übermüdet merkst du fast nichts und rufst in der Arbeit noch weniger ab. Eine erholte Stunde bringt mehr als drei erschöpfte.
- Auf das Wichtigste konzentrieren: Nicht alles gleich gut können wollen – die prüfungsrelevantesten Themen zuerst, und dich dazu selbst abfragen statt nur durchlesen.
- In kleinen Schritten: ein Thema, eine Einheit, eine Pause – nicht der ganze Berg auf einmal.
Du musst nicht perfekt sein, nur jeden Tag einen machbaren Schritt gehen. Mit der richtigen Methode und etwas Ruhe ist diese Hürde zu schaffen – Schritt für Schritt.